Test: Vergleichstest Nahfeldmonitore

Musikalischer Zirkel

Auch wenn die sieben Mitglieder dieses Ensembles ihre Dienste für wenig Geld anbieten und keine großen Virtuosen sind - anspruchsvolle Vorlagen bewältigen sie doch.

Von Harald Wittig

Bereits unser großer Vergleichstest in Ausgabe 7/2006 hat gezeigt, dass auch sehr kostengünstige Monitore keine musikalischen Laien sind und mit durchaus soliden Leistungen das Musik-Material zu Gehör bringen können. Sofern die Stärken und Schwächen eines Lautsprechers bekannt sind, klappt die Zusammenarbeit auch mit vermeintlich Billigen – sofern deren Wiedergabeleistung auf einer soliden Grundlage aufbaut.
Allerdings sieht mancher bei dem immer unübersichtlicher werdenden Marktangebot kaum mehr die Noten vor lauter Kalotten und Membranen und auch die Lobpreisungen der Hersteller fürs eigene Produkt helfen nicht bei der Auswahl, sondern machen diese zur Qual. Damit dieser Zustand erst gar nicht eintritt, hilft Ihnen Professional audio Magazin. Wir haben uns in der Preisklasse bis 550 Euro für ein Pärchen umgesehen und sieben interessante Kandidaten ausgesucht und nach der obligatorischen messtechnischen Einstellungsuntersuchung zum Vorspiel geladen. Preislich recht die Spanne für einen Lautsprecher von 165 bis 270 Euro, mit einer Ausnahme: Der Fame 1060 AM ist zwar mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 189 Euro gelistet, wird aber aktuell vom Kölner Music Store Professional zum Kampfpreis von 99, 50 Euro angeboten. Wir nennen hier ausnahmsweise den Händlerpreis, denn bei den Fame-Monitoren handelt es sich um die Music Store-Hausmarke, die exklusiv von den Kölnern vertrieben wird. Ob der Fame am Ende das absolute Schnäppchen ist und seine Konkurrenten im Preis-Leistungs-Verhältnis abhängt, erfahren sie mit diesem Test.

Alle sieben Monitore sind aktive Zwei-Wege-Bassreflex-Lautsprecher, konzipiert als Nahfeldmonitore. Abgesehen vom Phonic und dem Prodipe, die schon recht ausgewachsen wirken und viel Box fürs Geld bieten, sind die Testkandidaten insgesamt kompakt und damit genügsam bei der Aufstellfläche. Das gilt zuallererst für den wirklich kleinen Roland, gefolgt vom den beiden Samsons und dem Event: Nur in wirklich winzigen Home-Studios wird es für die Vier zu eng werden, zumal das Quartett noch keine allzu üppigen, arbeitstisch verbiegenden Pfunde auf die Waage bringt. Der Fame hingegen ist fast 12 Kilo schwer und verlangt daher schon nach einem soliden und vibrationsfreien Untergrund und sollte am besten bestenfalls gleich - wie der Phonic und der Prodipe - auf eine Konsole seinen sicheren Stand finden.

Bei der Verarbeitungsqualität gibt es nichts zu bemängeln, keiner der Testkandidaten fällt hier zumindest äußerlich durch Schlampigkeiten auf. Den besten Eindruck machen die beiden Samsons und der Prodipe, deren MDF-Gehäuse jeweils mit Kunststoff überzogen und an den Kanten sauber abgerundet sind. Bei den übrigen vier Monitoren setzen die Hersteller eher auf...

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