Die Grundidee des Filmtons ist so alt wie der Film selbst. Edison hatte sich schon Gedanken darüber gemacht, wie man die bewegten Bilder mit dem entsprechenden Ton – Sprache, Musik und auch Geräusche – versehen könnte. Doch der Weg bis zum timecodegekoppelten Surround-Format war weit.
Am Anfang stand der Live-Ton, der parallel zum projizierten Bild entweder als Klavierbegleitung oder als Effektgeräusch in Echtzeit, also life, in der Dunkelheit des Vorführraums erzeugt wurde. Trotzdem bestand immer wieder der Wunsch, den Ton genauso reproduzierbar zu machen, wie den Film selbst. Über viele Umwege wurden nacheinander der Lichtton, der Magnetton auf dem Film und dann der Synchronton auf einem anderen Träger parallel zum laufenden Bild erfunden.
Es war und ist bis heute immer noch sehr schwierig, während der Filmaufnahme passende Original-Geräusche am Set so aufzunehmen, ohne dass später der Dialog oder die Musik zu sehr darunter leiden. Ganz im Gegenteil: Durch ein künstlich, also nachträglich erzeugtes Geräusch lässt sich in vielen Fällen die Dramaturgie des Bildes gar noch steigern. Besonders gefordert sind die Toningenieure beim Erzeugen von Geräuschen und O-Tönen für Werke, die in verschiedenen Sprachen herausgegeben werden sollen. Hier darf beispielsweise kein Dialog enthalten sein, denn dieser wird auf jeden Fall nachsynchronisiert. Ein Name, der unmittelbar mit dieser Art des „Filmemachens“ verbunden ist, ist Jack Donovan Foley. (1891 – 1967). Diesem Mann verdankt die Filmwelt den Beruf des Geräuschemachers und die Idee für ein Soundarchiv. Er war es, der O-Töne eines Takes aufbereitete, wenn diese aus technischen Gründen (zu leise, zu verrauscht) nicht verwendet werden konnten. Er lief in Echtzeit parallel und synchron mit dem Schauspieler auf der Leinwand vor dieser Leinwand, um mit entsprechendem Schuhwerk und einem richtigen Boden den korrekten Klangeindruck zu generieren. Für die Metzel-Szenen des Films „Spartakus“ lief Foley
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