Test Software-Sampler Native Instruments Kontakt 3

Gutes noch besser gemacht  

Die dritte Auflage des weltweit beliebten Software-Samplers Kontakt von Native Instruments zeigt sich jetzt noch ausgereifter. Was er kann und ob ein Update lohnt erläutert Professional audio Magazin.  

Von Georg Berger  

 

Als Native Instruments erstmals am Anfang des Jahrtausends den virtuellen Sampler Kontakt präsentierte, zweifelten viele Skeptiker, ob sich das Instrument im schon damals dicht besetzten Markt behaupten kann. Doch wurden die Skeptiker recht schnell eines Besseren belehrt, Kontakt mauserte sich zu einem weltweit äußerst beliebten Sampler, der nicht nur durch die Vielzahl an importierbaren Fremdformaten und seine semi-modular aufgebaute Klangarchitektur flexible Einsatz- und Sounddesign-Möglichkeiten offerierte. Mit Features wie etwa den DfD- und Purge-Modi, Surroundsound bis zu einer 16.0-Kanalverteilung und ein Script-Prozessor zum Erstellen von Algorithmen, die Einfluss auf das Abspielen von Klängen nehmen, konnte der Sampler zusätzlich punkten (siehe Kasten auf Seite 28). Durch eine abgespeckte Player-Variante, die alsbald in einer Vielzahl an Drittanbieter Sample-Libraries zu finden war, entwickelte sich das Kontakt-Datenformat und somit auch der Sampler selbst zu so etwas wie einem Industrie-Standard. Doch das ist offenbar kein Grund für Native Instruments, sich auf den Lorbeeren auszuruhen. Mit Kontakt 3 ist seit kurzem ein neues Major-Update erhältlich, das in erster Linie eine Vielzahl an Verbesserungen in den Bedienmöglichkeiten enthält, wie etwa die neu integrierten sogenannten Performance Views oder zusätzliche Features im Datei-Browser. Darüber hinaus hat das Berliner Unternehmen ihrem Sampler noch eine Reihe zusätzlicher Sounddesign-Funktionen mitgegeben, wie etwa die Zonen-Hüllkurven, einen erweiterten Wave-Editor, den Modulation Shaper und neue Effekte. Dabei haben es die Entwickler verstanden, die Neuheiten so geschickt in den bisherigen Aufbau zu integrieren, dass Besitzer der Vorversionen ohne zusätzlichen Aufwand in gewohnter Weise weiter arbeiten können. Wie so oft bei Major-Updates von Software ist die Zahl an neuen Features derart umfangreich, dass hier nur die wichtigsten vorgestellt werden können. Last not Least wird die neue Version schließlich durch eine cirka 33 Gigabyte große Sample-Library abgerundet, die im Vergleich zur Vorversion jetzt mehr als doppelt so groß ausfällt und mit knapp 1.000 Instrumenten-Presets aufwartet...

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