Der französische Software-Hersteller Ohmforce legt mit dem Ohmicide-Plug-in einen mächtigen Verzerrer-Effekt mit eigenwilliger Ausstattung vor. Was sich musikalisch damit anstellen lässt, erläutert der Test.
Treten bei der Wiedergabe von Musik Verzerrungen auf, ist ein Aufschrei des Entsetzens zu hören, vor allem in Highend-Hifi-Kreisen. Bei der Musikproduktion verhält es sich jedoch ganz anders: Dort sind Verzerrungen durchaus erwünscht und sie bieten sogar hohes kreatives Potenzial, zu denken ist an Gitarrenverstärker mitsamt ihren hochgeschätzten klanglichen Charakteristika im verzerrten Betrieb. Das in Paris ansässige Software-Unternehmen Ohmforce hat sich mit dem Thema kreativer Umgang mit Verzerrungen besonders intensiv auseinandergesetzt. Das Ergebnis liegt in Form des Verzerrer-Plug-ins Ohmicide:Melohman vor, das mit einem eigenwilligen Sound-Design-Konzept aufwartet. Das strikt in stereo ausgelegte Plug-in zielt bewusst auf das Erzeugen drastischer Klangänderungen ab und es splittet, ähnlich wie ein Multiband-Kompressor, anliegende Signale in maximal vier Frequenzbereiche auf und gestattet ein gezieltes frequenzselektives Verzerren der Teilspektren. Damit lässt Ohmicide:Melohman Emulationen herkömmlicher Bodeneffekte weit hinter sich. Hinzu kommt eine opulente Auswahl von insgesamt 111 Verzerrer-Algorithmen, die somit eine breite Palette an Zerr-Sounds offerieren.
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