Test: Aktiv-Monitor Yamaha MSP5 Studio

Impulsiver Klangzwerg

Es ist ratsam, die steife Brise vergangener Erfolge zu nutzen. Deswegen setzt Yamaha alte Segel in neuer Farbe, um im Mo-nitor-Bereich weiterhin hart am Wind zu segeln.

Von Michael Nötges

Mit dem Rückenwind der Erfolgsgeschichte, die der Monitor NS10M von Yamaha schrieb, stellt der japanische Großkonzern die neuen Zwei-Wege-Monitore der MSP-Serie vor. Dazu gehören der aktive MSP7 Studio und dessen kleiner Bruder der MSP5 Studio, sowie der Subwoofer SW10 Studio. Nachdem mit dem HS80M (siehe Heft 5/2006) der Kult um den weißen Konus eine Renaissance erlebte, zeigt sich die neue Serie nun durch-gängig in elegantem Schwarz. Für rund 300 Euro pro Box wendet sich die Konzeption des kleinen MSP5 an Projektstudiobesitzer und Homerecordler, die mit begrenzten Budget und vor allem dem wenigen Platz haushalten müssen. Geringer Preis und Größe sollten außerdem diejenigen auf den Plan rufen, deren Gedanken sich schon das ein oder andere Mal mit der Installation einer 5.1-Abhöre beschäftigt haben. Hierfür kann eine Kombination aus den MSP-Monitoren plus Subwoofer eine viel versprechende Option darstellen und das Projektstudio zu einem Post-Produktions- und Surround-Arbeitsplatz erweitern. Einsteiger und Semi-Profis sollten auch ihre Ohren spitzen und ihre Augen offen halten, um einmal zu schauen, ob die optimierten MSP5 Studio als Nahfeld-Monitore würdige Erben der NS10M sind. Eins sei vorweg gesagt: Es ist erstaunlich, was Yamaha für kleines Geld hier anbietet.

Die MSP5 wirken kompakt, sind mit 7,9 Kilogramm für ihre Größe aber relativ schwer. Das starkwandige Polypropylen-Gehäuse ist komplett in Schwarz gehalten und aus einem Guss gefertigt. Die Wahl des Materials bietet laut Yamaha optimale Dichte und Schwingungseigenschaften für neutrale und verzer-rungsfreie Klangwiedergabe. Synthetische Materialien haben überdies den Vorteil gegenüber Holzkonstruktionen, dass sie die Produktion aufwendigerer Bauformen unkompliziert und kostengünstig ermöglichen. Die stark abgerundeten Ecken der MSP5 sehen nicht nur elegant aus, sondern sollen Beugungen des Schalls an den Kanten verringern.

Das Gehäuse ist kein Quader mit rechten Winkeln, sondern neigt sich leicht nach vorne. Das liegt daran, dass die Rück-wand um zirka einen Zentimeter höher als die Front ist. Außerdem ist die Rückwand auch noch breiter als die Schallwand. Dieses Konstruktionsmerkmal findet sich...

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