Das Problem ist bekannt: Möchte man sein sorgfältig ins heimische Studio integrierte Audio-Interface gelegentlich mobil betreiben, steht jedes Mal eine Verkabelungsorgie an. Mit dem Onyx Satellite offeriert die Firma Mackie angeblich eine Patentlösung.
Die jüngste Entwicklung im Sektor der Firewire Audio-Interfaces aus dem Hause Mackie trägt den Namen Onyx Satellite. Der Name verrät, dass im Inneren Onyx Vorverstärker verbaut sind, wie sie ebenfalls in den Mischpulten der gleichnamigen Serie integriert sind. Bereits beim Test des Onyx 2480 (siehe Heft 05/06 und beim Onyx 24.4 (Test in Heft 13/06) ist dieser Vorverstärker-Typ durch seinen guten Klang aufgefallen. Das weitaus spektakulärere Feature des Interface-Neulings zeigt sich allerdings in seinem markanten Konzept, das alle diejenigen erfreut, die ein Audio-Interface sowohl im heimischen Studio als auch mobil einsetzen wollen: Denn der knapp 600 Euro teure Onyx Satellite ist ein Verbund bestehend aus zwei Geräten: einer so genannten Basis-Station und einem mobilen zweikanaligen Gerät, Pod genannt, das Platz in einem zentralen Schacht der Basis-Station findet und sich im Handumdrehen als mobiles Recording-Interface einsetzen lässt, da es die komplette Wandler-Einheit enthält. Konsequenz und unschlagbares Bedienungs-Plus: Das nervige Ziehen von Kabeln im Studio entfällt, da sie fest mit der Basis-Station verbunden bleiben, während mit dem Pod unterwegs aufgenommen wird.
Die Basis-Station fungiert dabei nicht nur als Bindeglied zwischen Studio und eigentlichem Audio-Interface. Darüber hinaus verfügt sie über zusätzliche Anschluss- und Routingmöglichkeiten und übt damit eine kombinierte Funktion aus Patch-Bay und Monitor Controller aus. Mit diesem Geräte-Konzept dürfte das Onyx Satellite für viele Anwender eine erhebliche Erleichterung bedeuten.
Das Gesamtsystem findet bequem als Tischgerät neben Computer-Monitor und Tastatur seinen Platz. Denn es nimmt gerade einmal die Grundfläche eines DIN-A-4 Blatts ein. Fast schon selbstverständlich, aber dennoch bemerkenswert, ist die robuste Verarbeitung des knapp vier Kilo schweren Satellite-Gesamtsystems. Die Form der Basis-Station mit ihrer abgerundeten oberen Kante und dem komplett aus stabilem grau-braun eloxiertem Stahlblech gefertigten Gehäuse will dabei ihre Verwandtschaft mit den großen Onyx-Pulten nicht verleugnen. Das mobile Pod-Interface überrascht mit fast einem Kilogramm Gewicht. Das massive Gehäuse aus gefrästem Aluminium, das durch Front- und Rückplatten aus Stahlblech abgeschlossen wird, dürfte selbst bei ruppigem Umgang