Test Mikrofon-Vorverstärker Focusrite ISA828

Tausendsassa

Focusrites neuer Achtkanaler ist mehr als nur ein weiterer Top-Preamp, denn mit seiner Anpassungsfähigkeit und klanglichen Vielfalt erfreut er Puristen und Klangschrauber gleichermaßen.

Von Harald Wittig

Die Produkte des britischen Unternehmens sind in den Augen und Ohren vieler Kenner und Könner das Maß aller Dinge in puncto Verarbeitungsqualität, Vielseitigkeit und Klanggüte. Inzwischen ist der Hersteller seit über zwanzig Jahren im Pro-Audio-Geschäft, darf sich mit zahlreichen Auszeichnungen und besten Kritiken der Fachpresse schmücken und beweist seit der Unternehmensgründung im Jahre 1985, dass Tradition und Innovation bei Focusrite Hand in Hand gehen. Zeugnis hierfür geben bahnbrechende Produkte wie der Liquid Channel oder auch das DSP-Interface Liquid Mix (Test in 11/2006), die Firewire-Audio-Interfaces der Saffire-Reihe und nicht zuletzt die hochgeschätzten ISA-Preamps. So überzeugte der ISA428 die Redaktion von Professional audio Magazin beim großen Mikrofon-Vorverstärker-Test in Ausgabe 6/2006 mit seiner schwerlich zu übertreffende Vielseitigkeit und seinem hervorragenden Klang. Völlig verdient erwarb er sich seinerzeit das Prädikat „Spitzenklasse sehr gut“ bei einem überragenden Preis-Leistungs-Verhältnis.Unser Testkandidat, der neue ISA828 ist der achtkanalige große Bruder des ISA428 und soll nach dem Willen der Focusrite-Entwickler der ideale Frontend gerade auch für DAW-User sein. So ist nicht allein die Verstärkung von Mikrofonsignalen seine Domäne, ebenso sei er auch bestens gerüstet für Line-Pegel-Quellen und Instrumente. Damit steht er zunächst „nur“ in der allerbesten Familientradition, denn das bietet auch der ISA428 – wenngleich lediglich in vierfacher Ausführung. Doch dabei belässt es der Hersteller nicht: Für die perfekte Anbindung an professionelle DAWs gibt es jetzt eine brandneue, optionale A/D-Wandlerkarte, die, versehen mit Texas Instruments/Burr-Brown ProAudioAmplifiers und den neuen PCM4220 Wandlerchips, für beste Übertragung der analogen Signale in die Welt der Nullen und Einsen sorgen soll. Angeblich übertreffe die neue A/D-Wandlereinheit alle Spezifikation anderer erhältlicher Wandler. Eine solch selbstsichere Aussage weckt natürlich den Forscherdrang und Spürsinn der Professional audio Magazin-Redaktion. Folgerichtig haben wir den ISA828 mit der neuen Wandlerkarte auf Hertz und Nieren getestet. Dieses Paket schlägt mit insgesamt rund 3.400 Euro zu Buche. Zugegeben: Eine Menge Geld. Bevor Sie aber dankend abwinken: Lesen Sie weiter, denn der Gesamtpreis relativiert sich im Hinblick auf die Ausstattung des edlen Briten ganz schnell.

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