
Mit Reflections LE V1.1 kommt ein in Deutschland entwickeltes Faltungs-hall-Plug-in auf den Markt, das den Platzhirschen ordentlich Paroli bieten will. Ob es das schaffen kann, hat Professional audio Magazin überprüft.
Faltungshall-Plug-ins gelten unter Insidern als klanglich exzellent. In Sachen Authentizität von Raumsimulationen stechen sie den Großteil der algorithmischen Konkurrenz locker aus. Bekannt ist auch, dass diese Produkte teilweise sündhaft teuer sind. Platzhirsche wie Waves IR-1 oder Audio Ease Altiverb 6 rangieren in Preisklassen um 800 Euro. Einzige Ausnahme bildet bis dato der Freeware-Faltungshall SIR von Christian Knufinke, der zwar Faltungstechnik jedermann zugänglich macht, aber auch mit einigen Einschränkungen daherkommt, wie etwa eine fest eingestellte Latenz von inakzeptablen 8960 Samples und einer fehlenden Library an Impulsantworten (Die zweite Version des SIR-Halls besitzt diese Mankos nicht. Dafür ist er jetzt kostenpflichtig für cirka 150 Euro erhältlich.). Neue Maßstäbe als preisgünstiges, aber dennoch in jeder Hinsicht professionelles Plug-in will das im hessischen Weiterstadt beheimatete Unternehmen Studio Devices mit seinem Erstlingswerk Reflections LE setzen, das wir in der Version 1.1 zum Test erhielten. Der ausschließlich über VST lauffähige Stereo-Faltungshall – AU- und RTAS-Versionen sind zurzeit nicht geplant – kommt mit einem Kampfpreis von 80 Euro daher und will damit den Etablierten gehörig ans Bein pinkeln...
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