Test Sequenzer-Software Digidesign Pro Tools 8 LE

Pro Tools 8 LE

Möge die 8 mit Dir sein

Das lang ersehnte Major-Update von Digidesigns Sequenzer-Flaggschiff Pro Tools auf die Version 8 bietet für gestandene Profis und Pro-Tools-Routiniers eine überbordende Fülle neuer Features und eine Vielzahl an attraktiven Extras. Sequenzer-Einsteiger und wechselwillige DAW-Anwender sollten sich die neue Version ebenfalls unbedingt vormerken. Professional audio Magazin sagt Ihnen, warum.  

Von Georg Berger 

Digidesign hat sich verdammt viel Zeit mit einem Major-Update seiner Sequenzer-Software Pro Tools auf die Version 8 gelassen. Seit der Erstveröffentlichung von Pro Tools 7 sind schon vier Jahre ins Land gegangen, eine Zeit, in der die Software zwar stetig weiter verbessert wurde und es bis zur Version 7.4 Anfang vorigen Jahres brachte. Doch offensichtlich boten die in dieser Zeit hinzugefügten Features und Verbesserungen noch nicht die Rechtfertigung für einen Wechsel der Versionsnummer vor dem Dezimalpunkt. Aber das ist mit der überraschenden Ankündigung der achten Reinkarnation des Digidesign-Sequenzers Ende vorigen Jahres endlich hinfällig geworden. Für ein Major-Update wartet Pro Tools 8 standesgemäß mit einer schier überbordenden Fülle an Neuheiten auf. Augenfälligstes Novum ist eine optisch renovierte und aufgepeppte Bedienoberfläche, die deutlich stylisher daherkommt, als die in die Jahre gekommene, recht nüchtern und lieblos wirkende, Windows-95-GUI der Vorversionen. Zweite Auffälligkeit: Pro Tools 8 besitzt jetzt erstmals je einen MIDI- und Noten-Editor, die als unabhängige Dialoge jenseits des Edit-Fensters ihren Dienst verrichten. Dritte Auffälligkeit ist ein wahrhaft riesiges Arsenal an beigelegten Software-Leckerlis, von Digidesign Creative Collection Toolkit genannt, bestehend aus sechs virtuellen Instrumenten eigener Herstellung und einer Erweiterung des Effekte-Arsenals auf über 60 Plug-ins. Darin finden sich erstmals eine Reihe neuer Effekte aus Digidesigns eigener Soundschmiede AIR-Group und einige früher kostenpflichtige Plug-ins gibt’s obendrein kostenlos dazu, etwa die Trillium Lane Plug-ins Metro, inTune und Master Meter, der Sansamp-Verzerrer von Bomb Factory oder die D-Fi-Plug-ins von Digidesign. Nicht unerwähnt bleiben darf auch die Free Version der exzellent klingenden Gitarren-Amp-Simulation Eleven, die mit je zwei Verstärkern und Cabinets aufwartet (Test in Heft 10/2008).

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