Test: DAW-Controller Frontier Design Group Alphatrack

Der Mäuseschreck

Die Terrorherrschaft von Maus und Tastatur bei der Bedienung von Sequenzern scheint sich dem Ende zu neigen. Schützenhilfe im Kampf gegen diesen Anachronismus leistet auch der Hersteller Frontier Design Group mit seinem jüngsten Produkt namens Alphatrack. 

Von Georg Berger

Die amerikanische Firma Frontier Design Group hat ein Herz für mausgeplagte Anwender mit schmerzendem Arm. Mit dem DAW-Controller Tranzport (Test in Heft 07/2006) offeriert sie schon seit einiger Zeit eine funkgesteuerte Fernbedienung, die das Aufnehmen unabhängig von Maus und Tastatur ermöglicht. Das jüngste Produkt, der knapp 240 Euro teure DAW-Controller Alphatrack, geht in seiner Konzeption jetzt den nächsten logischen Schritt: Er empfiehlt sich in erster Linie für die Detailarbeit an einem bereits bestehenden Rohmix, wenn es gilt, den einzelnen Spuren den Feinschliff zu verpassen. Wem etwa auffällt, dass eine Gitarre im Mix zu sehr dröhnt, oder aber ein Effekt zu deutlich in den Vordergrund tritt, der kann solche Macken fortan bequem mit Alphatrack beseitigen. Der Controller ist dabei in der Lage, sämtliche relevanten Aktionen und Funktionen beim Editieren von Spuren, inklusive verwendeter Effekt-Plug-ins, am Sequenzer auszuführen. Solche Arbeiten erfolgen zumeist sukzessiv und Spur für Spur, weshalb man getrost auf einen mehrkanaligen DAW-Controller verzichten kann. Wer diese Arbeitsweise nicht schätzt und stattdessen den direkten Zugriff auf möglichst alle Spuren bevorzugt, sollte auf opulenter ausgestattete Controller ausweichen.

Der gleichermaßen für Windows-PC und Mac geeignete Cont-roller, der ausschließlich über den USB-Port mit Strom versorgt wird, vermag zum Zeitpunkt des Tests Anwendungen wie Cubase SX3 und 4, Digital Performer 4 und 5, Final Cut Pro V.2, Nuendo, Pro Tools HD/LE/M-powered, Reason 3,  Sonar 5 und 6, sowie Soundtrack Pro anzusteuern. Weitere Anpassungen wie etwa zu Ableton Live, Samplitude oder Sony Acid werden demnächst folgen. Zur Musikmesse soll eine Anpassung zu Apple Logic lauffähig sein, wie der technische Support des deutschen Vertriebs M3C ankündigt.
 
Rein oberflächlich betrachtet sieht der ein Pfund schwere Alphatrack aus wie ein zu groß geratener Taschenrechner. Dies wird hervorgerufen durch den hochgewölbten schwarzen Wulst, in dem sich am Ende ein zweizeiliges hintergrundbeleuchtetes LC-Display ...

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