Gerade wenn die unvergessliche Live-Performance in höchster Digital-Qualität gesichert werden soll, schlägt die Stunde hochauflösender Stand-alone Recorder wie Tascams blauem Riesen, dem DV-RA1000HD, der hierfür bestens gerüstet ist und dank eines eingebauten Signal-Prozessors auch anspruchsvolles Mastering ermöglichen soll.
Tascam stellte die erste Version des DV-RA 1000 Anfang letzen Jahres vor. In dieser ersten Ausführung war der Recorder mit der eleganten, in dunklem Blaumetallic schimmernden Frontplatte gewissermaßen ein State-of-the-Art DVD/CD-Recorder, der sowohl die Aufzeichnung von digitalen PCM Stereo-Signalen von 16 Bit/44,1 kHz bis maximal 24Bit/192 kHz als auch Aufnahmen im DSD-Format gestattete. Während Audio-Material mit der Auflösung 16 Bit/44,1 kHz direkt auf CD-Rs und CD-RWs aufgenommen werden konnte, ist die Aufnahme von höher auflösende PCM- und DSD-Dateien nur auf einseitige DVD±RW- oder DVD±Rohlinge möglich. Daran hat sich auch beim modellgepflegten neuen Recorder nichts geändert: Dafür hat der DV-RA1000HD – die nüchterne Modellbezeichnung legt es nahe – eine eingebaute, immerhin 57 GB große Festplatte, auf die alternativ Projekte im Format der Wahl und der wunschgemäßen Auflösung aufgenommen werden können. Diese lassen sich danach editieren und mit dem eingebauten Effektprozessor kann der Aufnahme der letzte Feinschliff gegeben werden, um hernach eine CD oder in der Regel eine DVD zu brennen. Dank seiner eingebauten USB 2.0-Schnittstelle kann der Austausch von Audiodateien auch direkt mit einem PC oder MAC erfolgen, was die Anbindung des Recorders an eine rechner-gestützte Audio-Workstation erheblich erleich-tern soll.
Mit einem Listenpreis von gut 2.400 Euro bietet Tascam den Recorder kein gerade zum Schnäppchenpreis an, gleichwohl kann er eine preiswerte Anschaffung sein – beste Qualität in jeder Hinsicht vorausgesetzt.
Das sehr gut verarbeitete und edel wirkende Gerät in zwei Rack-Höheneinheiten ist recht schnell spiel- und aufnahmebereit. Um eine CD oder DVD mit Audiodaten abzuspielen, genügt es das Laufwerk ODD anzuwählen, Datenträger einlegen, einlesen lassen und auf „PLAY“ drücken. Die entsprechenden Funktionstasten erschließen sich jedem, der schon mal einen gewöhnlichen CD- oder DVD-Player bedient hat.
Grundsätzlich erlaubt der Recorder die direkte Aufnahme auf eine DVD. Empfehlenswert ist aber die Aufnahme auf die interne Festplatte, da die Bearbeitung in aller Ruhe nachträglich erfolgen kann. Für Aufnehmen einer analogen Signalquelle der Tascam-Recorder schnell aufnahmebereit: Zunächst gilt es über die Multifunktionstaste „Menu“ ein neues Projekt einzurichten, den Eingang, in diesem Fall ana-log, auswählen, die Auflösung – entweder PCM bis maximal 24 Bit/192 kHz oder DSD vorwählen - fertig. Wer möchte kann das Eingangssignal noch Einpegeln, die entsprechende Display-Seite wird über den Schalter „Input Level“ auf der linken Seite unter dem großen JOG-/DATA-Rad aufgerufen. Wer quasi Rohdaten in höchste Qualität aufzeichnen möchte Festplatte bringen möchte, sollte die Empfehlung der insgesamt erfreulich übersichtlichen Bedienungsanleitung beherzigen und „Bypass On“ wählen: In diesem Fall wird der Schaltkreis des Recorders komplett umgangen.
Wer digitale Signale aufzeichnen möchte, hat etwas mehr zu tun: Neben dem S/PDIF-Eingang hat der Tascam zwei XLR-Eingansbuchsen für AES-/EBU-Signale: Bis zu einer Abtastfrequenz von 96 Kilohertz können entweder eine oder zwei Buchsen verwendet werden: Hier hat der Anwender also die Wahl, ob er Anwender im [G] Double-Speed- oder im Double-Wire-Modus aufnehmen möchte. Ist 176, 4 oder 192 Kilohertz die Wunschsamplingrate bedarf es zwingend beider Buchsen, denn bei diesen Abtastfrequenzen erfolgt die Übertragung ausschließlich im Double-Wire-Modus. Mit Hilfe des Handbuchs hat sich der Anwender aber geschwind durch die verschiedenen Displayseiten geklickt und die entsprechenden Einstellungen vorgenommen. Für die Aufzeichnung von DSD-Signalen gibt es...