Mackie verdient zu Recht einen guten Ruf, wenn es um die Entwicklung robuster und gut klingender Mischpulte geht. Das ist jedoch kein Grund für die Amerikaner, sich auf den Lorbee-ren auszuruhen. Dies beweist die neue Serie an Kompakt-Mischern mit der Bezeichnung VLZ3, die mit einigen Neuheiten und Verbes-serungen aufwartet. Professional audio Maga-zin hat das Modell 1642-VLZ3 einem ausführli-chen Test unterzogen.
Es ist schon bemerkenswert, dass auf dem Gebiet analoger Mischpulte noch längst nicht das entwicklungstechnische Ende gekommen zu sein scheint. Dem Thema lassen sich nach wie vor neue Aspekte hinzufügen. Manchmal kommen sie sehr offensiv daher etwa durch ein neuartiges Mixing-Konzept oder durch Hinzu-fügen völlig neuer Komponenten. Ein anderes Mal erscheinen die Innovationen eher unmerk-lich und in Form von Überarbeitungen eines bereits existierenden Modells. So jetzt gesche-hen bei der nunmehr dritten Generation der VLZ-Mischpult-Serie von Mackie. Denn das getestete 1642-VLZ3 Pult bietet von seiner Ausstattung her zunächst einmal nichts, was sein Vorgängermodell, das 1642-VLZ Pro, nicht auch schon hatte. Die Überarbeitungen und Neuheiten kommen eher auf leisen Sohlen daher. Das Haupt-Feature im VLZ3-Pult sind die überarbeiteten XDR-Mikrofon-Vorverstärker, sinnigerweise XDR2 genannt. Auffällig an dem knapp 830 Euro teuren Neuling ist jedoch zunächst einmal sein aufgefrischtes Äußere. Anstelle des typischen grauen Farbtons, der als Hauptfarbe alle bisherigen Mackie-Pulte beherrscht, wartet das 1642-VLZ3 mit einer Gehäusewanne aus silberfarbigem Metall auf, die an der Unterseite durch eine schmeichelnde Rundung gefällt. Damit hebt sich der Neuling deutlich von seinen Brüdern und Schwestern ab. Das Gegenstück, die einteilige Oberseite in Form einer rechtwinkligen Metallplatte, die somit auch die Stirnseite abschließt und auf der sich sämtliche Anschlüsse und Bedienelemente finden, zeigt sich hingegen wieder er-wartungsgemäß in grau. Mit etwas über acht Kilogramm ist der Kompakt-Mischer nicht gerade ein Leichtgewicht und vermittelt Stabilität und Robustheit. Streng voneinander getrennt versammeln sich auf der Oberseite die Eingangs- und auf der Stirnseite die Aus-gangs-Buchsen.
Das Layout der Kanalzüge und der Master-Sektion ist gleich geblieben. Unser Testkandidat verfügt über 16 Eingangskanäle, vier Subgruppen, einen Summen- und separa-ten Control Room-Ausgang, zwei Kopfhörer-Buchsen, sowie zwei Pärchen Cinch-Buchsen zum Anschluss eines CD-/MD-Recorders, die ihre Signale direkt auf die Hauptausgänge geben beziehungsweise von dort aufnehmen können. Besonderheit: Die XLR-Ausgänge lassen sich...