Schick sieht sie aus, die neue Kollektion von DAW-Controllern von Mackie. Deren Vorgänger markieren mit dem für sie entwickelten Control-Protokoll fast schon einen Industriestandard. Grund genug, die Neulinge in einem intensiven Praxistest auf Fader und Taster zu prüfen.
Die neue Modefarbe fürs Gehäuse-Design scheint bei Mackie von mausgrau in Richtung silber zu wechseln. Dies bemerkten wir bereits beim 1642-VLZ3 Pult (Test in Heft 3/2007). Auch die zweite Generation der DAW-Controller MCU (Mackie Control Universal), MCE (Mackie Control Extender) und Mackie Control C4 unterscheidet sich damit optisch deutlich von ihren ganz in grau gehaltenen Vorgängern und hat überdies noch den Namenszusatz „Pro“ erhalten. Technisch änderte sich lediglich beim zentralen Gerät, dem knapp 1.300 Euro teuren MCU Pro Controller etwas: Er verfügt jetzt unter anderem über eine integrierte USB-Schnittstelle zum direkten Anschluss an den Computer und wartet überdies mit drei herkömmlichen MIDI-Schnittstellen auf. Damit reagiert der Hersteller auf vielfachen Kundenwunsch, wie uns Ulrich Mors vom deutschen Mackie-Support mitteilt. Die beiden anderen Neulinge im Produktsortiment, der MCE Pro für knapp 800 Euro, der bei Einbindung ins Setup die Fader-Sektion des MCU um acht Kanalzüge erweitert, und der rund 1.100 Euro teure C4 Pro, der primär zur Editierung von Plug-ins dienen soll, bieten dieselbe Funktionalität und Ausstattung wie ihre Vorgängermodelle. Sie sind optisch an die zweite Generation der MCU angeglichen worden und verfügen nach wie vor nur über zwei herkömmliche 5-Pol-MIDI-Buchsen.
Die Oberflächen der drei Kandidaten glänzen in silbernem Metall, die Gehäuseform ist nun etwas kantiger ausgefallen; anstelle runder Drucktaster beim alten MCU und C4 finden sich zumeist viereckige Varianten in schwarz. MCU Pro und MCE Pro haben in den Kanalzügen hintergrundbeleuchtete Tasten zum Aktivieren von Aufnahme, Solo, Mute und Select erhalten, die gerade in abgedunkelten Räumen für deutlich mehr Komfort sorgen. Das insgesamt hellere Erscheinungsbild der drei Geräte verleiht ihnen einen Hauch von Vornehmheit. Die Endlos-Drehregler mit Schaltfunktion und LED-Kranz sind, bis
auf die neue Farbe schwarz, die gleichen geblieben. Identisch sind auch die schon in den Vorgängern verbauten berührungsempfindlichen 100-Millimeter-Motorfader der britischen Firma Penny + Giles, die mit ihrer 10-Bit-Auflösung 1024 Werte ausgeben können.
Komplett neu beim MCU Pro: die Schaltelemente der fünf Transporttasten; mit einem deutlich präziseren und sehr satten Einrasten fallen sie stabiler als ihre Vorläufer aus. Neu ist auch das Poti des Jog-/Shuttle-Rads, das mit einer fast
unmerkbaren Rastung ausgestattet ist und sich durch ein sehr flüssiges Drehverhalten auszeichnet. Das ermöglicht ein ungleich komfortableres Arbeiten als beim Vorgänger. Im Lieferumfang des MCU Pro findet sich außer dem Netzgerät und einem USB-Kabel noch eine Version von Tracktion, Mackies Sequenzer-Eigengewächs. Wer bis dato noch nie mit Recording auf dem Computer zu tun hatte und jetzt einsteigen möchte, erhält ein perfekt...