Obwohl Digital-Mikrofone keine neue Erfindung sind, gelten sie noch immer als Exoten. Zudem ist das Angebot an digitalen Schallwandlern nach wie vor sehr überschaubar. Dabei handelt es sich um technische Meisterwerke, die es verdienen, näher betrachtet zu werden. Ein digitales Mikrofon besteht vereinfacht ausgedrückt aus zwei Hauptkomponenten: Der Mikrofonkapsel, die wie bei analogen Mikrofonen auch ein elektro-akustischer Wandler ist und einem A/D-Wandler. Dieser ist unmittelbar hinter der Kapsel angebracht und digitalisiert die analogen Signale direkt im Mikrofon. So gesehen sind auch die populären und zahlreich angebotenen USB-Mikrofone Digital-Mikrofone. Allerdings richten sich die USB-Mikrofone nicht an den professionellen Anwender und sind in der Regel auf eine maximale Abtastrate von 48 Kilohertz beschränkt. Professionelle Digital-Mikrofone hingegen geben ein AES/EBU-Signal aus und verwenden heute die AES42-Schnittstelle (siehe Kasten). Obwohl der AES42-Standard erst im Jahre 2001 verabschiedet wurde, gab es schon fünf Jahre zuvor ein Digital-Mikrofon für professionelle Anwender...
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