Test: Stand-alone-Recorder Zoom H4n

Der neue Zoom H4n

Handgepäck 

Auf dem Markt der mobilen Aufnahmegeräte tummeln sich mittlerweile einige heiß begehrte, sehr kompetente Kleinst-Rekorder. Grund genug für den Hersteller Zoom, seinem Handy Recorder-Flaggschiff H4 eine Rundumerneuerung und ein verbessertes Bedienkonzept zu verpassen.

Von Carina Schlage 

H4n heißt der neue mobile Rekorder aus dem Hause Zoom, der seit kurzem erhältlich ist. Das angehängte „n“ für „next generation“ stellt dabei nicht die einzige Neuerung dar. Vielmehr hat das japanische Unternehmen als Experte für multifunktionales Equipment sein bisheriges Flaggschiff H4 (Test in Ausgabe 3/2007) konsequent weiterentwickelt. So wartet der kleine Tausendsassa mit einer Menge neuer Features und deutlich verbesserter Funktionalität auf. 
Der H4n ist hauptsächlich ein WAV-, BWF-, und MP3-Recorder, der Samplingraten bis 96 Kilohertz und 24 Bit beziehungsweise bis 320 kbps (MP3) unterstützt. Ebenso wie sein älterer Bruder besitzt er zwei eingebaute Kondensator-Mikrofone in X/Y-Anordnung sowie zwei zusätzliche XLR-Klinke-Kombi-Eingänge mit zuschaltbarer Phantomspeisung. Beschränkte sich der H4 noch auf zwei Aufnahmekanäle, so lassen sich mit dem Nachfolger tatsächlich alle vier Eingangskanäle auch simultan aufnehmen. Sogar hochohmige Signalquellen, wie beispielsweise passive E-Gitarren, können direkt an den H4n angeschlossen werden. So wird der kleine Recorder zum vielseitig einsetzbaren Mini-Multitracker. Außerdem kann er, wie schon sein Vorgänger, über den USB-Anschluss als Audio-Interface genutzt werden.
Gespeichert werden die Aufnahmen auf einer SD-, (bis zwei Gigabyte) oder SDHC-Karte (bis 16 Gigabyte), die Stromversorgung erfolgt wahlweise über das mitgelieferte Netzteil, zwei IEC R6-Batterien oder den USB-Anschluss an einem Rechner. Zur Montage des Rekorders auf ein Mikrofon-Stativ hat sich Zoom ebenfalls etwas Neues einfallen lassen und liefert eine Halterung mit, die auf der Rückseite angeschraubt und in eine Mikrofonklemme gesteckt wird. Leider offenbart sich dieser Adapter alles andere als hochwertig verarbeitet, die Lebensdauer der Kunststoffhalterung scheint nicht sonderlich hoch. Zum Lieferumfang des rund 400 Euro teuren Recording-Pakets gehören außerdem ein Schaumstoffwindschutz, eine 1-GB-SD-Karte, eine Plastikschutzhülle und Cubase LE 4. 

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