Am Anfang steht oft nur eine gute Idee. Doch wenn diese auf praxisnahes Know-how und fähige Köpfe trifft, steht einer erfolgreichen Firmengründung meist nichts mehr im Weg. Brainworx liefert den Beweis.
Seit acht Jahren gibt es die in der Nähe von Leverkusen ansässige Firma schon. Ton- und Mastering- Ingenieur Dirk Ulrich ist von Anfang an dabei. Sein einstiger Kompagnon schied nach einiger Zeit mit der Bemerkung: „Ich habe einfach keine Lust mehr auf das Rock-’n’-Roll-Leben“ aus; doch Ulrich ließ sich nicht von seinem Weg abbringen und fand mit dem Diplom-Ingenieur für Medientechnik, Robin Ochs, einen neuen Mitstreiter. Dann wurde das klassische Tonstudio-Konzept erweitert. „Sicher“, meint Ulrich „könnten wir auch weiterhin Rock- und Punk-Bands produzieren – was wir LIEBEN! - und uns damit über Wasser halten – aber die Idee, nun praxis-nahe Hi-End Plug-Ins und Mastering Tools zu entwickeln ist eine völlig neue Perspektive für Brainworx.“
Die Idee zum ersten Projekt, einem M/S-fähigen EQ mit verschiedenen „Modes“ wurde bei einer Mastering-Session im Kölner 301-Studio geboren. Ulrich erlebte dabei zum ersten Mal, wie mit Hilfe der M/S-Bearbeitung (getrennte Bearbeitung von Stereo-Summe und Differenz) der Klang manipuliert werden kann. Fortan kreisten seine Gedanken um einen Modus-Equalizer, der sowohl als Stereo-EQ einsetzbar ist, aber auch die getrennte Bearbeitung von Summen- und Differenz-Signal zulässt. Weiter fortgesponnen sollte eine Recordingfunktion in das M/S-Verfahren integriert werden. Während der Aufzeichnung sollten natürlich die praktischen Filter zum Sounddesign einsetzbar bleiben. Das Software Development Kit (SDK) 1 von Creamware, das auf Basis der Scope-Plattform arbeitet, schien das optimale Tool zu sein, um die Vorstellungen umzusetzen und zunächst auf virtueller Ebene das Konzept zu erproben.
Das modulare Konzept der Software ermöglicht den Entwurf eines Schaltplans samt der zugehörigen Verkabelung seiner virtuellen Bauteile. „Diese virtuelle Konstruktion″, erklärt Ochs, „ist fast wie der Quellcode bei anderen Programmen, deswegen geben wir die natürlich nicht raus.″ Während sich Ulrich um die Umsetzung seiner klanglichen Vision kümmerte, gestaltete Ochs die graphische Bedienoberfläche des Erstlingswerks namens bx_digital. Außerdem nahm er sich parallel die Gestaltung der Hardware-Version bx1 vor.
Befruchtend auf die gemeinsame Arbeit wirkte sich schließlich die Mitwirkung von Paul Grütter aus, der 2006 gegen Ende seines Medientechniker-Studiums ein Praktikum bei Brainworx absolvierte und dann...