Test: Externe Festplatte Glyph GT062

Außenposten

Für Profis sind externe Festplatten als Backup-Systeme unverzichtbar. Der Test der Glyph GT062 klärt, worauf es dabei
ankommt.

Von Hans-Günther Beer


Fragt man Studiobesitzer und Produzenten, so ist die einhellige Meinung: Im Studio kommt Sicherheit noch vor der Klangqualität. Denn was nützt die schönste und ausgetüftelste  Produktion, wenn im entscheidenden Moment plötzlich 100 Prozent Datenverlust droht. Deshalb finden sich in jedem Studio, das sich solche Verluste nicht leisten kann oder will, immer externe Speichersysteme als Backup-Lösung.

Einer der großen Anbieter auf diesem Gebiet ist die amerikanische Firma Glyph Technologies. Gegründet im Jahre 1993 hat das Unternehmen seinen Firmensitz in Ithaca, am Cayuga-Lake, mitten im Bundesstaat New York. Von diesem beschaulichen Plätzchen aus hat sich der Storage-Spezialist innerhalb kürzester Zeit in der Studio-Szene einen hervorragenden Namen gemacht. Die Referenzliste liest sich dann auch wie das Who´s who der Pro-Audio-Branche. Die nach eigenem Bekunden entscheidenden Kriterien für diesen Erfolg sind die absolute Zuverlässigkeit der Festplattensysteme sowie ein international ausgebauter Support, der nach eigenen Aussagen unschlagbar sein soll.

Während des Tests des Modells GT062 aus dem Hause Glyph verspüren wir allerdings zu keinem Zeitpunkt Bedarf nach
Supportleistung. Die beiden 320 Gigabyte Festplatten vom Spezialisten Seagate versehen während mehrerer Wochen Dauerbetrieb im Studio von Professional audio Magazin klaglos ihren Dienst. Eingebaut sind sie in ein zweieinhalb Kilogramm schweres und äußerst robust konstruiertes Gehäuse im halben 19-Zoll-Format. Die Befestigungslöcher für die optionalen Rack-Ohren sind übrigens schon vorgesehen. Ein flüsternd leise, aber nicht unhörbar arbeitender Ventilator kühlt die Elektronik und vor allem die beiden Festplatten, die mit 7200 Umdrehungen pro Minute rotieren. Ein Blick ins Innere des GT062 zeigt eine sorgfältige und professionelle Verarbeitung. Auffallend ist vor allem das sehr üppig dimensionierte Schaltnetzteil, um auch kurzzeitige Stromspitzen durch die beiden Platten problemlos abdecken zu können. Diese Überdimensionierung, so die Entwickler, hat im Hause Glyph Methode. Keines der Bauteile darf jemals am oberen Limit seiner Spezifikationen arbeiten: Das komme der Lebensdauer und damit der Zuverlässigkeit enorm zu gute.

Als Bridge bezeichnet man den Elektronik-Baustein, der für die Datenkonvertierung zwischen den beiden Festplatten – hier mit SATA-Interface – und den externen Anschlüssen zum Computer verantwortlich ist. Als zentralen Bridge-Baustein vertrauen die Entwickler auf den 924-Chip von Oxford Semiconductor. An Verbindungsmöglichkeiten stehen zweimal  Firewire 800, einmal Firewire 400 und einmal USB 2.0 zur Auswahl. Die eingebauten Festplatten selbst...

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