Workshop Cubase Folge 7

Side-Chaining in Cubase 

Mit dem kostenlosen Update auf Version 4.1 wird Cubase Side-Chain-fähig. Was es damit auf sich hat und wie Sie die neuen Möglichkeiten nutzen, zeigt diese Reihe unseres Workshops. 

Von Dr. Andreas Polk 

Die hauseigenen Effekte in Cubase benötigen üblicherweise als Input ein Audiosignal, das von dem Effekt bearbeitet und klanglich verändert wird. Wie dies geschieht, bestimmen Sie über die Parameter auf der Bedienoberfläche des Effekts. Es ist aber auch möglich, Audiosignale zur Steuerung von Effektparametern zu nutzen. Beispielsweise kann es gewünscht sein, dass ein Effekt nur dann einsetzt, wenn der Pegel eines Audiosignals einen bestimmten Grenzwert überschreitet.  Betrachten wir die Funktionsweise eines Kompressors: Der Kompressor reduziert den Pegel eines Audiosignals, sobald es einen bestimmten Lautheitsgrad, den Threshold-Level, erreicht. Das Audiosignal, das einen Kompressor durchwandert, nimmt damit zwei Funktionen wahr. Es ist einerseits Gegenstand der Effektbearbeitung und wird durch ihn verändert. Es dient andererseits aber auch als Steuerungssignal und definiert, unter welchen Umständen der Effekt aktiv wird.  Die Steuerungsfunktion kann auch ein externes Signal übernehmen. Die Side-Chain-Funktionalität, die mit dem VST3-Standard in Cubase Einzug gefunden hat, erlaubt genau dies. Wird der Kompressor zusätzlich mit einem externen Steuerungssignal, dem Side-Chain-Signal gefüttert, definiert dieses, wann die Kompression einsetzt...

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