Wer auf der Suche nach akustischer Exotik ist und seine Produktionen mit dem Aroma von Wasserpfeifen, Curry und Massala würzen möchte, findet mit den beiden Loop-Libraries Diamonds of Orient und Bollywood Elements die passenden Zutaten.
Nicht erst seit dem Bollywood-Hype steht die Musik des asiatisch-orientalischen Kulturkreises bei vielen Musikschaffenden hoch im Kurs. An erster Stelle sind hier die Bereiche Filmmusik und Post Production zu nennen. Doch auch die Weltmusik sowie Mittelalter-Rock, Ambient, New Age, alle Arten von Dancefloor und der Dark Wave/Gothic bedienen sich schon seit langem gerne an Versatzstücken sämtlicher Spielarten asiatischer Musik, die sie mit westlichen Musik-Elementen vermischen. Die Libraries Diamonds of Orient von Best Service und Bollywood Elements des indischen Sample-Spezialisten Philtre Labs können sich also einer entsprechenden Aufmerksamkeit sicher sein. Beide Libraries setzen eindeutige Akzente und Schwerpunkte: Diamonds of Orient ist eine reine Percussion-Library und enthält Grooves aus dem Balkan, Vorderasien und Arabien. Mit den Sounds von Bollywood Elements wird – Nomen est Omen – ausschließlich der indischen Musik gefrönt.
Das Repertoire besteht aus Melodien, Phrasen sowie Harmonie-Sequenzen und erlaubt das Produzieren authentisch klingender Begleit-Arrangements. Beide Libaries enthalten ausschließlich Loops und One-Shot-Sequenzen, die in den gängigen Daten-Formaten, wie unter anderem Wav oder einem der beiden Slice-Formate REX oder ACID (siehe Tabelle) vorliegen. Speziell programmierte Presets für die gängigsten Software-Sampler sind allerdings nicht enthalten, was schade ist, aber andererseits die Verkaufspreise beider Libraries erfreulich niedrig hält und jeweils um die 100 Euro kosten. Der Anwender muss also selbst Hand anlegen beim Erstellen seiner Presets. Viel schwerer als das wiegt jedoch die Tatsache, dass sich in beiden Produkten keine Dokumentation oder Auflistung der Loops inklusive Beschreibung findet, was das Zusammenstellen eigener Presets deutlich komfortabler machen würde und zu einer Selbstverständlichkeit gehören sollte. Einzige Anhaltspunkte sind die Ordner-Strukturen und -Bezeichnungen der Libraries, die kurz und knapp Auskunft über ihren Inhalt geben und uns im Test beim Erstellen von Multisamples immer wieder zu einem Parforce-Ritt durch den Browser von Kontakt 3 veranlassen.
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