Der virtuelle Synthesizer Twin des holländischen Software-Herstellers Fabfilter hat sein erstes Major-Update erfahren und lässt die Vorversion ganz schön alt aussehen. Was sich mit dem Mehr an Features anstellen lässt, erläutert der Test.
Fällt der Name des holländischen Software-Unternehmens Fabfilter, verbinden ihn viele Anwender zunächst mit Effekt-Plug-ins und im Besonderen mit seinen Filtern Volcano und Simplon. Abseits dessen haben die beiden Fabfilter-Masterminds Frederik Slijkerman und Floris Klinkert mit den subtraktiven Synthesizern Fabfilter One und Twin auch ihr Können in Sachen virtueller Klangerzeugung bereits erfolgreich unter Beweis gestellt. Dieses Können haben sie jetzt weiter ausgebaut und vor kurzem mit Twin 2 einen in weiten Teilen verbesserten Nachfolger des Synthesizers präsentiert, der mit einem deutlichen Plus an Ausstattungsmerkmalen aufwartet. Erfreulich ist die Preisgestaltung: Denn trotz des immensen Aufwands werden bei Erstkauf lediglich 150 Euro verlangt. Das Update kostet gerade einmal 80 Euro, was insgesamt also mehr als günstig ist.
Dafür enthält das Major-Update jetzt drei anstatt zwei Oszillatoren, eine Delay-Sektion mit zwei unabhängig arbeitenden Prozessoren ist hinzugefügt worden, es stehen jetzt sogar vier separat einstellbare Filter zur Verfügung und das Arsenal an Modulatoren ist ebenfalls merkbar aufgestockt worden.
Für Aufsehen wird dabei der sogenannte XLFO sorgen. Er führt nicht nur herkömmliche Modulations-Aufgaben eines Niederfrequenz-Oszillators aus, sondern enthält auch noch einen einfach bedienbaren 16-stufigen Step Sequenzer. Opulente Modulationsverläufe und sogar Aufgaben eines Arpeggiators lassen sich damit realisieren und erweitern das Klang-Potenzial des Instruments enorm.
Die Liste an neuen Features ließe sich spielend weiter fortführen und würde den Rahmen des Artikels sprengen. Stattdessen wollen wir uns auf die wichtigsten Features und Besonderheiten konzentrieren und an dieser Stelle weitere bemerkenswerte Features lediglich kurz erwähnen. So lässt sich außer einer VST2- zusätzlich auch eine VST3-Variante von Twin 2 installieren. Die Einstellungen fast aller Synthesizer-Module sind als separate Sektions-Presets speicherbar, die sich auf diese Weise modular in Sound-Presets einfügen lassen. Nicht unerwähnt bleiben sollen auch Features wie die maximal 32-stimmige einstellbare Polyphonie, ein definierbarer Unisono-Modus sowie ein polyphones Portamento mit Legato-Funktion. Trotz dieser Offensive an neuen Features und Ausstattungsmerkmalen, soviel sei schon verraten, geht das Programmieren von Sounds Dank einer neu designten Oberfläche und eines genial durchdachten Bedienkonzepts nach wie vor kinderleicht und übersichtlich über die Bühne.
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