Um den Traumsound des heiß geliebten Röhrenamps einzufangen, gab es bisher keine bessere Methode als die Box mit einem guten Mikrofon abzunehmen. Der Transducer soll vergleichbar gute Ergebnisse bringen – zu jeder Zeit, an jedem Ort und auch noch Gehör schonend.
Der Transducer ist ein vollständig analog aufgebauter Lautsprecher- und Mikrofonierungs-Simulator für Gitarrenverstärker. Sowohl auf der Bühne als auch im Studio ersetzt er die Gitarrenbox und das Abnahmemikrofon. Der Gitarrist kann also über seinen gewohnten Röhren-Amp spielen und die Endstufenverzerrung Ton gestaltend nutzen, ohne dass dies mit gesundheitsschädlichem Höllenlärm einher ginge. Gerade der klagbewusste Homerecordler muss bei Aufnahmen nicht länger zu einem Line 6 Pod, einem Behringer V-Amp, zu digitalen Modelling-Amps wie einem Vox AD 15 oder zur Software greifen. Dass jedenfalls letzteres ganz und gar keine schlechte Lösung ist, bewiesen die Tests des Guitar Rig von Native Instruments und Amplitube von IK Multimedia in Ausgabe 7/2006. Nur: Die Gitarre über den eigenen Amp, mit dem der Musiker längst eine Art Symbiose eingegangen ist, fühlt sich einfach anders an und klingt im Ergebnis besser. Es spielt sich eben doch inspirierter mit dem eigenen Besteck. Außerdem soll der teure Boutique-Verstärker mit handverdrahtetem Innenleben und gematchten Röhren nicht in der Vitrine enden, sondern für den optimalen Gitarrenton sorgen.
Bei der Präsentation und Vorführung des Transducers am SPL-Stand auf der diesjährigen Musikmesse machten die Ohren der kompletten Redaktion von Professional audio Magazin Augen: Mit dem Transducer schien die Gleichung „Gitarre + Kabel + Amp = Traumsound“ ohne klangliche Abstriche aufzugehen (siehe hierzu den Vorbericht in Ausgabe 5/2007). Dabei ist der silbergraue Kasten mit knapp 1.100 Euro auch noch erschwinglich – immerhin liegt eine gute 4x12 Zoll-Box preislich fast gleichauf. Selten hat die Redaktion ein Testgerät sehnlicher erwartet als den Transducer: Beeindruckende Demonstration hin oder her – was wirklich in...