Phonic hat seine erfolgreiche Helix Board-Reihe überarbeitet, Schwächen der ersten Generation beseitigt und einige Neuheiten beigepackt, welche die kompakten Pulte noch attraktiver und leistungsfähiger machen sollen.
Seit dem Test des Phonic Helix Board 18 Firewire in Ausgabe 5/2006 ist über ein Jahr vergangen und einiges passiert: So haben sich die kostengünstigen Kompaktpulte des taiwanesischen Herstellers inzwischen zu echten Verkaufsschlagern entwickelt. Kein Wunder, denn mit den sehr gut ausgestatten Mixern bekommt der preisbewusste Einsteiger und Bandmusiker viel fürs Geld – namentlich vielseitige Einsatzmöglichkeiten (Bühne und Studio) und eine gemessen am Preis absolut zufrieden stellende Klangqualität.
Wo viel Licht ist, gibt es auch mal Schattenseiten – so störten sich beispielsweise viele Anwender an dem Geräusch des Netzteillüfters, der zudem ungünstig eingebaut war. Auch war es nicht jedermanns Sache, dass der Signalabgriff im Firewire-Betrieb der Pulte grundsätzlich direkt nach dem Eingangsregler, also Pre Fader erfolgte. Für den Post Fader-Signalabgriff musste mithilfe des Lötkolbens die Firewire-Schnittstelle modifiziert werden.
Seit Anfang dieses Jahres bietet Phonic die zweite Generation der Helix Boards an. Alle Pulte – es gibt insgesamt drei Modelle – tragen nun das Namenskürzel MKII (Mark II) und belegen, dass der Hersteller die Kritik und Wünsche der Anwender ernst genommen hat. So sind die Netzteile überarbeitet worden, kommen nun gänzlich ohne Lüfter aus und sind im Praxiseinsatz nun tatsächlich absolut geräuschlos sein. Weiter gibt es jetzt für jeden einzelnen Kanalzug auf der Pultunterseite einen Pre/Post-Fader-Umschalter für den digitalen Signalabgriff im Firewire-Betrieb. Schließlich haben alle Kompaktpulte, also HB12FWMKII, HB18FWMKII und das Topmodell HB24FWMKII einen völlig neu entwickelten digitalen Muliteffektprozessor an Board.
Für den Test entschied sich Professional audio Magazin für das aktuelle Topmodell Helix Board 24 Firewire MKII, kurz HB24FWMKII, das Phonic für einen äußerst günstigen Preis von nur rund 950 Euro anbietet.
Das insgesamt sauber verarbeitete Pult vereinigt eine Menge Bedienelemente auf kleinem Raum – immerhin mussten die Entwickler Fader und Regler allein für 16 Monokanäle unterbringen. Dementsprechend sind die Regler eher klein geraten und drängen sehr dicht zusammen. Tatsächlich sollten aber auch Leute mit großen Pranken klar kommen – Spinnenfinger verlangt das Pult...