Vergleichstest: Equalizer Plug-ins

Willkommen auf der Frequenz-Achterbahn

Jeder kennt sie, nutzt sie und besitzt sogar mehrere davon. Die Rede ist von Equalizern. Doch mal ehrlich: Wieviele davon genügen Ihren Ansprüchen? Professional audio Magazin hat sechs Plug-ins unter die Lupe genommen und sagt Ihnen, was die virtuellen Frequenzkorrigierer leisten können und wo ihre Stärken liegen.

Von Georg Berger

Equalizer gehören mit Abstand und dicht gefolgt von Kompressoren zu den gebräuchlichsten und wichtigsten Gerätschaften im Studio. Sie werden oftmals in die Kategorie der Effekte sortiert, sind aber keine. Ihr Hauptaufgabengebiet besteht in der Frequenzkorrektur von Signalen, die im Gegensatz zu einem Effekt nicht zu hören sein sollen. Bei richtigem Gebrauch vermögen Equalizer durch gezielte selektive Verstärkung und Dämpfung von Signalanteilen,  einer Mehrspuraufnahme zu deutlich mehr Transparenz zu verhelfen. Wie es geht und was man beachten muss, hat unser Mixing-Workshop bereits im letzten Heft gezeigt.

Doch Equalizer sind nicht gleich Equalizer. Sie finden sich hardwareseitig in mannigfaltiger Form primär in analogen und digitalen Mischpulten. Ihre Ausstattung und ihr Klang weisen aber zum Teil vehemente Unterschiede auf, die von dürftig bis passabel und bei einigen Edelkonsolen aber auch bis hervorragend reichen. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch bei den in Sequenzern integrierten Equalizern, die lange Zeit eher den Stellenwert einer Dreingabe besaßen. Mittlerweile haben zumindest Digitalpulte und Sequenzer in Sachen Equalizerklang zwar aufgeholt. Aber an das Ideal eines warm klingenden analogen Vorbilds, oder einer präzisen und universell einsetzbaren Studiokomponente reichen sie häufig immer noch nicht ganz heran.

Eine mögliche Alternative auf Hardware-Ebene bieten deshalb externe 19-Zoll Equalizer vom Schlage eines SPL Passeq (Test in Heft 8/2006) oder eines Classic Tube Equalizers von Tegeler (Test in Heft 9/2006). Vorteil: Sie klingen vorzüglich und bieten zum Teil umfangreichen Einstellmöglichkeiten. Nachteil: Ein zwar gerechtfertigter, aber hoher Verkaufspreis und nur ein einziger Grundsound. Doch die Industrie war nicht untätig, hat den Bedarf erkannt und bietet auch auf Software-Ebene Alternativen an. Vorteile hier: Sie simulieren mittlerweile recht authentisch den Klang analoger Originale, kosten nur den Bruchteil einer vergleichbaren Hardware-Komponente und lassen sich auf einfache Weise sogar mehrfach innerhalb einer DAW einsetzen. Der Markt präsentiert sich zweigeteilt: Es sind Equalizer-Plug-ins erhältlich, die ausschließlich auf die...

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