Test: Digitale Audio-Workstation Cakewalk V-Studio VS700

Cakewalk V-Stuio VS-700

Wie aus einem Guss

Cakewalk ist unter die Hardware-Hersteller gegangen und präsentiert mit dem Sonar V-Studio VS-700 ein gezielt auf ihr Sequenzer-Flaggschiff Sonar hin konzipiertes System mit allen Schikanen. Sonar-Anwender, und solche die es werden wollen, brauchen fortan nichts mehr anderes.

Von Georg Berger

Bei Digidesign gehört es zur Philosophie, Steinberg ist ebenfalls auf den Zug aufgesprungen getan und hat sogar voriges Jahr noch einmal kräftig nachgelegt. Selbst ein Unternehmen wie Native Instruments will da nicht zurückstehen. Die Rede ist von der Herstellung von Hardware, die gezielt auf die Steuerung der eigenen Software-Entwicklungen hin konzipiert ist. Im Vergleich zu Drittanbieterprodukten wollen die Software-Häuser mit ihren Hardware-Lösungen eine deutlich bessere Verzahnung von Soft- und Hardware garantieren, bei der am Ende eine deutlich organischere Bedienung steht. Drittanbieter, die nicht denselben intensiven Einblick in die Tiefen der Software erhalten, sind je nach Feature-Umfang deshalb im Nachteil und müssen sich zunehmend neuer Konkurrenz stellen. Der amerikanische Software-Spezialist Cakewalk ist jetzt auch in das Lager der Gemischtwaren-Hersteller gewechselt und präsentiert mit dem Sonar V-Studio VS-700 ein Rundum-Sorglos-Hardware-System zur Bedienung ihres Sequenzer-Flaggschiffs Sonar. Die zweigeteilte Lösung, bestehend aus dem DAW-Controller VS-700C und dem Audio-Interface-Rack VS-700R, bietet alles was zur Aufnahme und Abmischung von Musik nötig ist. Die Hardware kommt dabei aus dem Hause Roland, was nicht großartig überrascht. Denn Cakewalk gehört schon seit einiger Zeit zum japanischen Großkonzern.   Wer das Komplett-System inklusive Sonar 8 Producer erwerben möchte, muss allerdings tief in die Tasche greifen. Satte 4.500 Euro werden für das VS-700 aufgerufen. Cakewalk bewegt sich damit im oberen Preissegment und schielt eindeutig auf eine betuchte Klientel mit Profi-Ansprüchen. Zwar sind die Komponenten auch einzeln erhältlich sowie einsetzbar und das Komplettsystem kann man auch ohne Sonar 8 erwerben, was etwas günstiger ausfällt (siehe Tabelle auf Seite 22). Doch mit Preisen jenseits von 2.000 Euro pro Hardware-Komponente dürfte selbst der Erwerb nur einer Komponente für einige Sonar-Fans zu teuer sein. Mit dem kompakten VS-100 bietet das amerikanische Unternehmen für diesen Kundenkreis ein zwar wesentlich abgespecktes aber auch deutlich billigeres Hardware-Pendant an. Die Auslieferung soll demnächst erfolgen.

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