Zwei Libraries für Fxpansions Drumsampler BFD wollen trotz überschaubarer Ausstattung für großen Klang sorgen. Ob und wie das klappt, klärt der Test.
Bislang zeichneten sich Sample-Libraries für den Drumsampler BFD stets durch eine Riesenfülle unterschiedlicher Drumsets aus, gepaart mit einer entsprechend hohen Datenmenge und Verkaufspreisen in dreistelligen Euro-Bereichen. Doch es geht auch anders. Die neu erschienenen Libraries Glamouflage Kit von Platinum Samples und Snare Drum Selects Volume One des amerikanischen Modern Drummer Magazins gehen den entgegen gesetzten Weg. Sie konzentrieren die Palette an verfügbaren Sounds und Instrumenten auf wenige Aspekte, sind, je nach installierter Detailstufe, mit Datenvolumen zwischen sechs bis 20 Gigabyte ungleich Festplatten schonender als die großen Brüder und kosten jedes für sich gerade einmal knapp 90 Euro. Das Glamouflage-Produkt ist sozusagen eine Single-Auskopplung aus der Joe Barresi Evil Drums Library, die wir bereits in Heft 2/2008 ausführlich vorgestellt haben. Im Zentrum dieses sogenannten Quick Packs steht – Nomen est Omen – das Porkpie Glamouflage Kit, das vom Namensgeber der Library, Joe Barresi, nochmals tontechnisch aufbereitet wurde. Als Bonus gibt’s obendrein noch eine opulente Auswahl von über 1.200 MIDI-Grooves, die einen Parforce-Ritt durch sämtliche Rockstile bis hin zu Blues, Country und Funk bieten. In dieser Disziplin überragt das kleine Quick Pack seinen großen Bruder um Längen und sorgt für einen deutlichen Mehrwert. Der zweite Testkandidat, die Snare Drum Select Library, enthält zwölf Snare-Drums, die von den Redakteuren des Modern Drummer Magazins in loser Folge zwischen 2007 bis Anfang 2009 zur „Snare-Drum of the Month“ gekürt wurden. Die Produktion der Library oblag John Emrich, der sein Know-how schon öfters für Fxpansion-Libraries zur Verfügung stellte, so etwa bei der B.O.M.B.- (Test in Heft 8/2008) oder der Jazz & Funk-Library von Fxpansion (Test in Heft 8/2006). Das Instrumentarium des Glamouflage Quick Packs ist identisch zum fünften Drum-Kit der Evil Drums Library. Gleiches gilt auch für die enthaltenen Spielvariationen auf Hi-Hat, Snare-Drum und Ride-Becken. Der Clou an den Glamouflage-Sounds besteht in einer nochmaligen tontechnischen Aufbereitung durch die Hand von Joe Barresi. Außer seiner SSL 4000 G+ Konsole kam dabei ein vom Meister streng gehütetes Setup an Outboard zum Einsatz. Besonderheit: Der Room-/PZM-Kanal des BFD-Mixers, mit dem sich normalerweise zusätzliche Rauminformationen hinzufügen lassen, ist im Glamouflage Kit zweckentfremdet worden und erlaubt jetzt ein anteiliges Hinzumischen der Outboard-Signale auf das Summensignal.
Abonnenten können ab hier weiterlesen - alle Artikel sind für sie freigeschaltet.
Für registrierte Extended-User sind MyPaM- HTML-Web-Artikel immer bis zur jeweils vorletzten Ausgabe freigeschaltet.
Noch keine Extended-User? Registrieren Sie sich kostenlos und unverbindlich hier. Und viel Spaß beim Lesen.
Zum Einloggen geben Sie in der MyPaM-Box im Header-Bereich unter "Name" Ihren Benutzernamen ein und unter "Passwort" das Passwort aus der Bestätigungsemail Ihres Abonnements/ Ihrer Extended User Anmeldung ein.