Test Nahfeldmonitor Revel Performa M22

Revel Performa M22

Wanderer zwischen den Welten

Ist ein Kompaktmonitor, der bei HiFi-Enthusiasten den Ruf hat, neutral und präzise zu klingen, das richtige Abhörwerkzeug im Studio? Professional audio will es herausfinden und lässt die Revel Performa M22 zum Test antreten.

Von Raphael Hornbruch

Der Name Revel ist in High-End-Kreisen ein wohl bekannter. Er steht für exzellente Lautsprechersysteme, die mit äußerster Sorgfalt und Präzision entwickelt und gefertigt werden und hervorragende Klangeigenschaften besitzen. Dank seiner Zugehörigkeit zum HiFi-Riesen Harman Audio stehen dem amerikanischen Hersteller bei der Lautsprecher-Entwicklung sämtliche Ressourcen und das Knowhow der Marken JBL, Mark Levinson und Infinity zur Verfügung. Zwar kochen die Entwickler auch nur mit Wasser, wie die Eckdaten des Kompaktmonitors Performa M22 unterstreichen: Ein 6,5-Zoll-Tiefmitteltöner und ein 1-Zoll-Titanhochtöner in einem Bassreflexgehäuse sind die Zutaten dieses Zweiwege-Lautsprechers. Doch lobt die einschlägige Fachpresse den präzisen und analytischen Klang dieses passiven Lautsprechers, der für 1.200 Euro pro Stück über die Ladentheke geht.  Während des Entwicklungsprozesses und in der Fertigung haben die Ingenieure nichts dem Zufall überlassen. Mit einer ausgewogenen Mischung aus technischen Messungen und unzähligen Hörsitzungen wird jede Neuentwicklung Schritt für Schritt optimiert. Die Daten helfen den Entwicklern, die Systeme optimal aufeinander abzustimmen. Die genutzten Prüfverfahren und die dafür nötigen Geräte wurden von dem deutschen Professor Wolfgang Klippel entwickelt, der seine Prüfgeräte kürzlich auf der AES Convention in München präsentierte. Dabei kommt ein Laser-Abtastverfahren zum Einsatz, das unerwünschte Membran- und Gehäuseresonanzen aufspürt, so dass diese bereits im frühen Entwicklungsstadium erkannt und durch bauliche Veränderungen verbessert werden können. Später in der Qualitätskontrolle sind diese Präzisions-Messgeräte natürlich  ebenfalls von großem Nutzen. In den Revel-Labors entstand für die M22 eine ausgeklügelte Gehäusekonstruktion, die mit sehr aufwändig gefertigten Chassis und einer opulenten Frequenzweiche bestückt wird.  Während der Fertigung wird selbstverständlich ebenfalls ein großer Aufwand betrieben: Die Kondensatoren der Frequenzweichen beispielsweise werden in aufwändigen Verfahren für jede Box von Hand getrimmt. Nicht nur das: Der Frequenz- und Phasengang jedes einzelnen Lautsprechers wird beim Bau sowohl auf die Daten seines Stereo-Pendants als auch  auf das Referenzmodell abgeglichen. Als maximale Abweichung lassen die Ingenieure 0,5 Dezibel durchgehen. Damit sollen laut Hersteller nicht nur Stereopaare, sondern sämtliche Exemplare eines Modells absolut gleich klingen – beste Voraussetzung für den Einsatz in Mehrkanal-Surround-Anlagen. 

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