Sie möchten Ihren Computer fit machen für Audio-Anwendungen? Sie wollen alle Vorteile der digitalen Technik für den Musikbereich nutzen? Mit unserer Ratgeber-Serie ist das ganz einfach. Wir erklären Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie optimal mit Windows XP arbeiten.
Jeder PC Anwender ist sicherlich schon einmal in die Situation gekommen, dass er sein Betriebssystem updaten oder neu installieren musste. Natürlich ist eine Installation relativ einfach, jedoch sollte man sich vor und während der Installation ein paar Gedanken über sein neues Betriebssystem machen. Dies gilt umso mehr, wenn es darum geht, den PC für Audio-Anwendungen fit zu machen. Professional audio Magazin zeigt im ersten Teil dieser Serie, der sich zunächst an Einsteiger wendet, wie es geht.
Das Wichtigste an einem Betriebssystem für Audio-Anwendungen ist, dass es die Hard- und Software des jeweiligen PCs unterstützt. Momentan gibt es nur zwei Produkte, die diese Anforderungen weit reichend erfüllen: Windows und Mac OS. Wir konzentrieren uns in dieser Serie jedoch auf das Produkt von Microsoft.
Für unsere Zwecke ist das momentan aktuelle Microsoft Windows XP dafür am Besten gerüstet. Ältere Windows-Versionen wie beispielsweise Windows 98, 98SE, ME, 2000 sind zwar grundsätzlich noch lauffähig, allerdings werden diese Betriebsysteme heute schon von den meisten Software- und Hardware Herstellern vernachlässigt. Aus ökonomischen Gründen konzentrieren sie sich zumeist auf die aktuellste Windows-Version. Treiber für ältere Versionen werden also nicht mehr angepasst und neue Hardware-Schnittstellen erhalten keinen vernünftigen Support mehr. Sollten Sie Ihre Musik also noch auf einem älteren Betriebssystem produzieren, so seien Sie sich dessen bewusst. Durch die beiden so genannten Service Packs sind die hauptsächlichsten Störfälle in Windows XP mittlerweile beseitigt worden und gewährleisten ein reibungsloses Arbeiten.
Anfang 2007 wird Microsoft sein neues „Vista“ auf den Markt bringen. Details sind nicht verfügbar, um jetzt schon eine fundierte Aussage machen zu können. Nur soviel: Eine Stärke von Vista wird sicherlich die 64Bit-Fähigkeit sein, was Rechenvorgänge bei DAW-Anwendungen und Plug-ins wesentlich genauer machen wird.
Linux als Alternative zu Windows ist für den professionellen und semiprofessionellen Audio PC leider noch kein Thema. Zu wenige Hardware-Hersteller konzentrieren sich auf Linux. Es existieren zwar einige open Source-DAWs wie Ardour oder Muse. Doch fristen sie eher ein Nischen-Dasein. Die populärsten Sequenzer und Harddisc-Recording-Programme bieten nach wie vor keine Linux Integration.
Als einzige und aktuelle Lösung bleibt momentan nur Windows XP. Es wird in zwei verschiedenen Versionen angeboten, Home- und Professional-Edition. Für den Audio Anwender reicht jedoch die kleinere Home Edition. Diese Version bietet sämtliche Features, die die Professional-Edition auch bietet. Sie unterscheidet sich lediglich in einigen Web- und Server Features, die im Audio PC nicht benötigt werden.
Wichtige Anmerkung: Auch wenn es einige Hersteller und Webseitenbetreiber verneinen, die Home Edition bietet uneingeschränkten Dual Prozessor Support!
Haben Sie sich zur Installation von Windows XP entschlossen, sollten Sie sich die Installations-CD einmal genauer anschauen. Denn je nach dem wie alt diese ist, könnte sie noch nicht mit den aktuellen Service Packs ausgestattet sein. Die aktuellste Version ist im Moment das Service Pack 2 (SP2). Ist die CD also mit diesem Aufdruck versehen, so brauchen Sie sich über Updates keine Gedanken mehr zu machen, da diese automatisch mit installiert werden. Wenn nicht, so können Sie sich auf der Webseite von Microsoft das vollständige aktuelle SP2 Update downloaden und nachträglich installieren. Mit cirka 260 Megabyte ist es nicht gerade klein, weshalb ein komplettes Update übers Internet in Windows XP über StartWindows update sich nicht empfiehlt, da der Vorgang je nach Internetverbindung mehrere Stunden dauern kann.