Da haben Sie nun den ultimativen Mix produziert, aber es fehlt noch der letzte Pfiff. Kein Problem, nehmen Sie den Drawmer S3. Er bietet Klangdoping auf höchstem Niveau und das völlig legal und nebenwirkungsfrei.
Angesichts des nahezu unüberschaubaren Angebots an Kompressoren unterschiedlicher Schaltungskonzepte und in verschiedensten Preisklassen, könnte man meinen, zu diesem Thema sei schon alles gesagt.
Doch Ivor Drawmer, Gründer der gleichnamigen, Britischen Edel-Schmiede für Studio-Peripherie sieht das anders und hat mit dem Dreiband-Röhrenkompressor S3 eine neue, markante Hausnummer in dieses Marktsegment gesetzt. Das Gerät läutet gleichzeitig eine neue Produktreihe der Firma ein, die so genannte Signature Serie, die auf das derzeit technisch machbare kompromisslos umsetzen soll. Diesen Anspruch will der Firmengründer übrigens durch seine Unterschrift auf der Frontplatte zusätzlich unterstreichen.
Ganz nüchtern betrachtet, vereint der S3 altbekannte Konzepte auf sich, die jedes für sich betrachtet, nichts atemberaubend Innovatives bieten: Der S3 ist ein Multiband-Kompressor mit frequenzselektiver Dynamikbearbeitung in drei Frequenzbereichen. Die Regelverstärkung vertraut der Entwickler optischen Bauelementen an, die Schaltung basiert auf Röhrentechnik. Doch wie so oft ist das Ganze mehr als die Summe seiner Einzelteile. Drawmer setzt zuerst einmal kompromisslos auf hochwertigste, in aufwendigen Selektionsprozessen ausgewählte Bauteile in seinem S3. Damit relativiert sich der auf den ersten Blick vermeintlich hohe Verkaufspreis von knapp 6650 Euro schon mal etwas.
Mit seiner Ausstattung empfiehlt sich der S3 primär für Aufgaben im Masteringbereich, wenn es um den klanglichen und dynamischen Feinschliff bereits abgemischter Produktionen geht. Durch die frequenzselektive Korrektur der Dynamik ist ein präziser Eingriff ins Programmmaterial möglich. Unterstrichen wird dieser Haupteinsatzzweck durch die Anschlüsse auf der Rückseite: Es finden sich lediglich je zwei XLR-Anschlüsse für den Stereo-Betrieb. Sidechains sucht man vergeblich.
Kenner werden weiterhin vermelden, dass der S3 aufgrund seiner optischen Regelverstärkung prinzipbedingt nicht unbedingt für eine kraftvolle und technisch-präzise Dynamikreduktion stehen kann. In der Natur von Opto-Kompressoren liegt es vielmehr, dass die Kompressionskennlinie in einer Soft-Knee-Charakteristik verläuft. Sie ragieren also eher träger, klingen im Vergleich zur moderneren VCA-Technik aber auch angenehmer und...
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