Alles an dem neuen Studiomonitor aus Kalifornien ist außergewöhnlich, Optik, Materialeinsatz und Klang. Lesen Sie, warum Professional audio Magazin eine neue Referenz hat.
Keith Klawitter war frustriert. Als Toningenieur, unter anderem verantwortlich für Filme wie „The Doors“ oder „Brainstorm“, war er schon lange auf der Suche nach Studiomonitoren, die seinen hohen Ansprüchen an Akkuratesse und Transparenz erfüllten – bislang vergebens. Schließlich gab er auf und entwickelte und baute sich seine Monitore selbst. Deren Qualität sprach sich in der amerikanischen Studio-Szene schnell herum und so kam eins zum anderen. Immer mehr Studiobesitzer und Toningenieure ließen sich von Klawitter hochwertige Studiomonitore bauen und schließlich machte der Tüftler seine Berufung zum Beruf und gründete in Huntington Beach, Kalifornien die KRK Monitoring Systems – es war das Jahr 1986.
Mit großem Enthusiasmus begann das kleine Unternehmen mit der Serienproduktion von Zweiwege-Monitoren und schloss in kurzer Zeit zu den führenden Anbietern in den USA und Europa auf. Die schnell wachsende Entwickler-Mannschaft, die Klawitter vor allem aus der Studioszene rekrutierte – „die wissen, was unsere Kunden von einem Monitor erwarten“ – kreierte mit den Jahren unterschiedliche Lautsprecherlinien in verschiedenen Preisklassen, die Top-Serie von KRK aber hieß immer Exposé. Das 20-jährige Firmenjubiläum feierte das Unternehmen auf der Musikmesse dieses Jahres mit einem neuen Flaggschiff dieser Serie, dem Nahfeldmonitor Exposé E8B. In diesen Zweiwege-Monitor steckten die Konstrukteure um Chefentwickler Larry Altmann ihr ganzes Know-how, einige neue Ideen und vor allem viel Aufwand. Heraus kam ein Lautsprecher, der in vielerlei Hinsicht aus der Reihe tanzt.
Professional audio Magazin testet den Monitor, für den der Hersteller einen unverbindlichen Richtpreis pro Stück von 3.200 Euro aufruft, über mehrere Wochen exklusiv im redaktionseigenen Studio. Schon beim Auspacken geben sich die beiden Lautsprecher extravagant. Zum einen sind sie mit 30 Kilogramm pro Stück erstaunlich schwer, zum andern macht sie ihre außergewöhnliche Form sehr unhandlich – zumindest beim Auspacken. Doch mit vereinten Kräften ist es geschafft, die beiden Exposé E8B stehen auf den soliden Lautsprecherständern der Redaktion im Teststudio. Und hier fällt schon die erste Besonderheit auf. Die gesamte Unterseite des Lautsprechers ist mit einer vier Millimeter dicken Gummimatte verkleidet, die sich dank des hohen Gehäuse-Gewichts auf dem Ständer regelrecht verkrallt. Die E8B steht wie ein Fels in der Brandung, lässt sich vertikal auch mit großem Kraftaufwand nicht verschieben und bietet so schon beste Vorraussetzungen für exzellentes Impulsverhalten. Und ein außergewöhnlich gutes Impulsverhalten...
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