Mit dem Jupiter-8V schickt sich Arturia als erster Hersteller an, den gleichnamigen Klassiker von Roland auf die native Ebene zu heben. Wie immer gibt’s obendrein noch einige Extras dazu.
Die bisherigen Resonanzen auf Arturias jüngsten Streich, den Jupiter-8V, könnten kontroverser nicht sein. Sie konzentrieren sich in erster Linie auf eines: Den Sound. Zwei Lager streiten darüber, ob der Jupiter-8V nun authentisch klingt oder nicht. Dabei vergessen viele einen wichtigen Umstand: Schon beim originalen Jupiter 8 klang kein Exemplar wie das andere, was seinen Grund in Bauteiltoleranzen hat. Ein objektiver Vergleich ist somit schier unmöglich.
Deshalb halten wir uns aus dieser Diskussion raus und testen die Software so wie sie ist.
Denn jenseits dieser eher philosophisch geschmacklichen Fragen haben die französischen Entwickler ein bemerkenswertes Produkt vorgelegt. Denn Arturia hat sich als erster Software-Hersteller an eine rein native Realisierung des Roland-Instruments gewagt. Bisherige Versuche den Jupiter 8 zu reproduzieren beschränken sich bis dato auf Entwicklungen von Roland selbst, die jedoch zumeist in Hardware einmündeten. Dazu zählen der 1996 vorgestellte virtuell-analoge Synthesizer Jupiter 8000 und das 2003 präsentierte VariOS-System, bestehend aus Soft- und Hardware, das wegen seiner offenen Architektur mannigfaltige Aufgaben im Studiobereich abdecken soll. Dem Original am nächsten gekommen ist bisher die VariOS 8 Software, die für das gleichnamige System eine entsprechende Emulation offeriert. Klanglich konnte sie jedoch nicht überzeugen. Arturia steht mit ihrem ungleich moderneren Produkt also momentan konkurrenzlos auf dem Markt.
Doch die Entwickler aus dem französischen Grenoble haben sich beim Jupiter-8V nicht nur auf eine originalgetreue Simulation konzentriert. Sie haben es sich auch dieses Mal wieder nicht nehmen lassen, ihrem jüngsten Produkt eine Reihe von Features mitzugeben, die über den Funktionsumfang der Vorlage hinausgehen. So verfügt der knapp 200 Euro teure Jupiter-8V über eine 32-stimmige Polyphonie und zusätzliche...
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