Unter dem Obergriff akustische Saiteninstrumente lässt sich eine kaum übersehbare Vielfalt von Klangerzeugern subsumieren. In der dritten Folge dieser Reihe befassen wir uns mit der Mikrofonierung der Wichtigsten: Klavier, Streichern und Gitarre.
Klavier, Streichinstrumente und Akustik-Gitarre haben, so unterschiedlich sie im Einzelnen aufgebaut beziehungsweise konstruiert sind, eines gemeinsam: Das Prinzip der Klangerzeugung. Bei allen Instrumenten wird immer eine Saite zum Schwingen gebracht und mittels eines Resonanzkörpers verstärkt. Die eigentliche Tonerzeugung, also die Anregung der Saite, geschieht allerdings auf sehr unterschiedliche Weise: Während der Spieler bei den Zupfinstrumenten wie der Gitarre und ihren Anverwandten, beispielsweise den verschiedenen Lauten-Typen, die Saite mit den Fingern oder einem Plektrum anreißt, werden die Streichinstrumente meistens mit einem Bogen gestrichen. Beim Klavier – unabhängig, ob es sich um eine Hochklavier oder einen Flügel handelt, schlägt ein Hammer am Ende einer komplexen Mechanik die Saite an. Alle drei Arten vom Typ Saiteninstrument haben eine wichtige Gemeinsamkeit: Die Saiten sind an zwei Punkten, an den Stimmwirbeln und dem Saitenhalter aufgehängt, ein sogenannter Steg überträgt die Saitenschwingung auf die Resonanzdecke (Gitarre und Streicher) oder den Resonanzboden (Klavier). In der Regel verwendet der Interpret nur den frei schwingenden Teil der Saite (Mensur): Beim Klavier ist das der Bereich zwischen der sogenannten Agraffe und dem Steg, bei den beiden anderen Typen der Bereich zwischen Sattel – bei den Zupfinstrumenten auch als Obersattel bezeichnet – und Steg. Dieser heißt der Gitarre anschaulicher auch Untersattel.
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