Test: Stand-alone-Recorder Nagra Ares-M II

Nagramanie

Was die legendäre Spionagekamera von Minox für die Fotografie, ist eine Nagra für die professionelle Aufnahmetechnik: klein, robust, mobil und qualitativ über jeden Zweifel erhaben. Professional audio Magazin prüft, ob der brandneue Ares-M II die Tradition des Schweizer Herstellers fortführt.

Von Michael Nötges

Mobile Rekorder für hochwertige Aufnahmen sind immer noch sehr gefragt, nicht nur bei den öffentlichen oder privaten Rundfunk- und Fernseh-Anstalten. Daher wundert es nicht, dass Nagra – die mit innovativen Produkten immer mit der Zeit gingen – auf der diesjährigen AES-Ausstellung in Wien mit dem überarbeiteten digitalen Rekorder Ares-M II auftrat. Das Upgrade des Ares-M zeigt sich in erster Linie dank des zwei Gigabyte Flash-Speichers gedächtnisstärker und mit der USB-2.0-Schnittstelle deutlich schneller als sein Vorgänger. Ansonsten arbeitet er wie sein Vorgänger mit dem PC- und Mac-kompatiblen FAT32-Format. Gespeichert werden die Audiodaten entweder im unkomprimierten PCM-Format mit bis zu 48 Kilohertz Samplingrate und 16 Bit Wortbreite oder in den komprimierten Formaten Mpeg 1 Layer 2 oder Layer 3, Wav-G729a, Wav-aLaw sowie Wav-μLaw, deren Samplingfrequenz sich zwischen acht und 48 Kilohertz mit 32 bis 384 Kilobit pro Sekunde (kb/s) bewegt. Zum Lieferumfang des Ares-M II gehören das aufsteckbare Standard-Stereo-Mikrofon NM-MICS, Poppschutz, Netzadapter sowie Mono-Mikrofon-, USB- und Line-Kabel, eine Handgelenkschlaufe, Arbeitstasche, ID-Karte, CD-Rom mit Bedienungsanleitung und zwei AA-Batterien.
Für dieses Basispaket sind rund 1.190 Euro fällig. Im Rahmen unseres ausführlichen Hör- und Praxistest haben wir aber gleich aus dem Vollen geschöpft und alle verfügbaren Zusatz-Mikrofone gleich mitbestellt. Das hochwertige Stereo-Mikrofon NM-MICSII mit Nierencharakteristik kostet zusätzlich 205 und das Mono-Mikrofon NM-MICMII mit Kugelcharakteristik 85 Euro.
Das 12,5 Zentimeter lange Gehäuse aus gebürstetem Aluminium des 160 Gramm wiegenden Ares M-II erinnert, flüchtig betrachtet, an eine edle Fernbedienung. Aus nächster Nähe betrachtet fällt aber sofort das drei Quadratzentimeter große Display und die bemerkenswert gute Verarbeitung auf und machen klar: hier hält man etwas Besonderes in der Hand. Das Display bedient sich überwiegend der Farben schwarz und blau, und ist sehr kontrastreich...

Abonnenten können ab hier weiterlesen - alle Artikel sind für sie freigeschaltet.

 

Für registrierte Extended-User sind MyPaM- HTML-Web-Artikel immer bis zur jeweils vorletzten Ausgabe freigeschaltet.
Noch keine Extended-User? Registrieren Sie sich kostenlos und unverbindlich hier. Und viel Spaß beim Lesen.

Zum Einloggen geben Sie in der MyPaM-Box im Header-Bereich unter "Name" Ihren Benutzernamen ein und unter "Passwort" das Passwort aus der Bestätigungsemail Ihres Abonnements/ Ihrer Extended User Anmeldung ein.