Wo wachsen eigentlich in Deutschland Zitronenbäume? Am erfolgreichsten wohl am Rande des Schwarzwaldes, genauer gesagt im New Hampshire House in Neuhausen, nahe Pforzheim. Zumindest war das noch 1995 so, als Fools Garden mit dem Song „Lemon Tree“ erst die deutschen Charts und dann den ganzen Globus eroberte. 13 Jahre und vier Alben später treffen wir die Band anlässlich zwei neuer Produktionen im Studio von Volker Hinkel.
„Das ist eine ganz schlechte Idee“ frotzelt Gitarrist Volker Hinkel aus der hinteren Ecke der Regie seines Studios, die an diesem schwülen Freitag im August den vier Musikern von Fools Garden als Proberaum dient. Er lacht, während Frontmann Peter Freudenthaler in die gleiche Kerbe schlägt und etwas ernster betont: „Der Song muss direkt losgehen. Das Stand-Tom-Intro haben schon zu viele andere gemacht.“ Claus Müller spielt den Groove aber trotzdem an. Dann bricht er ihn abrupt ab, grinst breit, schüttelt den Kopf und fügt voller Ironie hinzu: „Ganz schlechte Idee – wirklich schlecht.“ Alle lachen, außer Bassist Dirk Blümlein, der schmunzelnd den Beleidigten mimt und im schwäbischem Dialekt murmelt: „Ist ja gut, ich wollte nur einen Vorschlag machen. Es war nur so eine Idee – eine ganz schlechte Idee.“
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