Mischpulte für den Live-Einsatz unterscheiden sich in einigen Punkten doch ganz erheblich von Studiokonsolen. Ein Mischpult, das gleichermaßen für Live und im Studio einsetzbar ist – diesen Spagat will Behringer mit dem neuen SX2442FX schaffen.
Die Zeit der großen Mischkonsolen in Tonstudios scheint vorbei zu sein. An ihre Stelle sind Monitor-Controller, Kopfhörerverstärker und analoge Summierer getreten. Für die alltägliche Arbeit benötigt der Toningenieur darüber hinaus Audioanschlüsse für Zuspielgeräte und eine Vielzahl von Mikrofon-Preamps. All diese Möglichkeiten bietet ein analoges Mischpult sozusagen In-the-Box, so dass diese Gerätegattung, zumindest für Heimstudiobetreiber, nach wie vor eine kostengünstige Alternative zu den Einzelkomponenten darstellt. Mit dem SX2442FX bietet der Studiotechnik-Discounter Behringer ein reichhaltig ausgestattetes 24-Kanalmischpult mit 16 Mikrofoneingängen, vier Subgruppen und üppigen Routing- und Anschlussmöglichkeiten in der Mastersektion für einen erwartungsgemäß günstigen Preis von 816 Euro an. Besonders augenfällig sind die blauen LCD-Anzeigen der Effektprozessoren, von denen gleich zwei an Bord sind, sowie ein grafischer Equalizer, der als Master-EQ den Gesamtmix bearbeitet.
Das Tonstudio soll allerdings nur ein Einsatzfeld des 24-Kanal-Mischers sein. Geht es nach dem Willen der Entwickler, ist das SX2442FX gleichermaßen für Beschallungsaufgaben geeignet. Den budgetorientierten Musiker freut das, braucht er doch nur eine einzige Ausgabe zu tätigen und bekommt dafür ein Allround-Mischpult für den Probenraum, das (Heim-) Studio und den Live-Gig. Das sehr ordentlich verarbeitete Pult aus chinesischer Fertigung ist mit einer Höhe von zehn Zentimetern vergleichsweise flach und vereint auf knapp 70 Zentimetern Breite eine Menge Bedienelemente auf kleinstem Raum. Dementsprechend dicht stehen die etwas klein geratenen Regler beieinander – Fingerspitzengefühl ist also gefragt. Trotzdem kommt es kaum zu versehentlichem Verstellen von benachbarten Reglern, dazu sind diese schwergängig genug. Das gilt auch für die Fader.
Der angenehm zähe Widerstand beim Verschieben der Regler begünstigt zudem punktgenaue Einstellungen der 60 Millimeter kurzen Kanal-, Subgruppen- und Master-Fader. Farbige Poti-Kappen und die mehrfarbig bedruckte Mixeroberfläche machen die Zugehörigkeit der Bedienelemente zu einer Funktionsgruppe klar und erhöhen trotz hoher Packungsdichte die Übersicht. Dennoch ist die Stellung der vielen kleinen Funktionstaster ist je nach Blickwinkel recht schwer zu erkennen, was gerade im Live-Betrieb problematisch sein kann. Dies gilt insbesondere für die Routing-Taster in den Kanälen und Subgruppen. Lediglich die Solo- und Mute-Taster in den Eingangskanälen verfügen über zugehörige LEDs, die auch bei schwierigen Lichtverhältnissen eine eindeutige Rückmeldung über den Schaltzustand geben.
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