Metric Halo stellt mit dem ULN-8 ein brandneues Firewire-Audio-Interface vor, das nur noch mit der Modellbezeichnung an seine Vorgänger erinnert. Denn der Hersteller hat eine völlig neue Hardware entwickelt, die mit Highend-Sound, genialer Software-Steuerung und ausgetüftelter Profi-Ausstattung punkten will. Ob das gelungen ist, klärt der wie immer akribische Test.
Nach der vielversprechenden Ankündigung von Metric Halo, unter der Bezeichnung ULN-8 ein neues achtkanaliges Firewire-Audio-Interface entwickeln zu wollen, tat sich zunächst gar nichts. Denn die Ingenieure ließen sich für die Entwicklung viel mehr Zeit als angekündigt und spannten die eingeschworene Metric Halo-Fangemeinde recht lange auf die Folter. Doch die Qual hat ab sofort ein Ende, denn das ULN-8 ist inzwischen erhältlich. Wie versprochen ist die Hardware des achtkanaligen Tausendsassa, der noch immer nur mit Mac-Computern zusammen arbeitet, komplett neu entwickelt und wartet mit einem völlig neuen Schaltungs-Design auf. Gleiches gilt auch für die Mikrofonverstärker und zu guter letzt kann das ULN-8 als erstes Gerät des Herstellers dank der verwendeten Wandler-Chips von AKM mit Samplingraten bis 192 Kilohertz wandeln. Den Aufwand für das Neu-Design des ULN-8 lässt sich Metric Halo allerdings königlich bezahlen. Immerhin 5.200 Euro werden für den Neuling aufgerufen, womit ganz klar aufs Profilager geschielt wird. Doch das ULN-8 ist weitaus mehr als nur ein simpler Wandler mit acht Mikrofon- und Line-Eingängen, acht AES/EBU-Digital-Eingängen sowie 18 analogen und acht digitalen Ausgängen. Dank der mitgelieferten MIO Console Software kann es auf virtueller Ebene mit Hilfe der insgesamt drei Sharc-DSPs eine ganze Riege an Studio-Geräten ersetzen. So findet sich darin ein professionell ausgestatteter Mixer, der in puncto Ausstattung und Funktionalität den virtuellen Sequenzer-Pendants in nichts nachsteht. Effekt-Plug-ins sind ebenfalls mit an Bord, die sich in den Mixer einsetzen lassen, ein einfach bedienbarer Mehrspurrecorder mit pfiffigen Funktionen ist sogar integriert und ein virtueller Monitor-Controller sorgt für zusätzlichen Bedienkomfort bei der täglichen Arbeit. Die MIO Console bietet sogar Möglichkeiten zum Erstellen eigener Effekt-Algorithmen, was zusammen mit den Profi-Features des Mixers in dieser Gerätegattung seines Gleichen sucht.
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