Test: 19-Zoll-Hallgerät Bricasti M7

Das neue Raumwunder

Schenkt man den Insidern Glauben, die den Bricasti M7 Hallprozessor, ob gehört oder nicht, in den Himmel loben, dann dürfte es sich um eine neue Referenz in Sachen Raumsimulation handeln. Irgendwas muss ja daran stimmen, oder?

Von Georg Berger
 
Beim Lesen des italienisch klingenden Firmennamens Bricasti drängen sich automatisch eindeutige Impressionen auf, die an gutes Essen, angenehme Temperaturen und südländisches Flair erinnern. Doch Bricasti ist weder eine italienische Provinz, oder eine neue Weinsorte, noch wird der Hallprozessor M7 dort produziert. Bricasti ist vielmehr ein noch junges amerikanisches Unternehmen mit Sitz in Medford, Massachusetts. Die Firmenbezeichnung ist eine Zusammensetzung aus den Anfangssilben der Vornamen beider Firmengründer Brian Zolner und Casey Dowdell. Die Silbe „TI“ steht dabei für Technical Innovation. Das erforderliche Know-how für ihr Erstlingswerk erhielten sie über viele Jahre hinweg bei einer namhaften Firma, die einen weltweit exzellenten Ruf für ihre Hallprozessoren genießt. Für die Entwicklung des M7, der Hall auf Basis von Algorithmen simuliert, benötigten Zolner und Dowdell drei Jahre. Die Premiere feierte der M7 schließlich Anfang dieses Jahres auf der NAMM-Show in Anaheim/Kalifornien. Bei dieser Premiere des knapp 3.800 Euro teuren Hallprozessors waren nicht nur wir vor Ort in Anaheim vom Klang des Hallprozessors begeistert. Wenige Monate später, auf der Musikmesse in Frankfurt, konnten wir die ersten Eindrücke von damals noch einmal überprüfen (siehe Heft 5/2007) und die Vorfreude auf einen richtigen Test wuchs. Jetzt endlich ist der M7 lieferbar und stand uns für einen intensiven Hör- und Praxistest zur Verfügung.   Ein edles Äußeres  Der M7 ist ein 19-Zoll-Stereo-Hallprozessor mit einer Höheneinheit. Hält man das Gerät erstmals in Händen, überzeugt es spontan durch eine grundsolide Verarbeitung. Das Gehäuse glänzt in poliertem Edelstahl und die edle Frontplatte erinnert verblüffend an das Haus-Design des Hifi-Nobelherstellers Mark Levinson: Die aus gefrästem Aluminium bestehende einteilige Frontplatte ist schwarz eloxiert und weist eine charakteristische Stufigkeit auf, ähnlich einem Erker an einem Haus, die die Bedienelemente in der Höhe hierarchisch aufteilt. In dieser abgestuften Einteilung sticht als oberstes Element das zweizeilige 14-Zeichen-LED-Display mit beigeordneten Cursortasten hervor. Seine gut lesbaren und in rot leuchtenden Ziffern – Kontrast selbstverständlich einstellbar – setzen überdies einen farblichen Akzent. Eine Stufe darunter finden sich die zentralen Bedienelemente ...

 

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