Er ist überall. Der blaue Bolide MEC 1A der dänischen Edelmanufaktur Tube-Tech belegt weltweit hunderte Höheneinheiten in den Racks professioneller Tonstudios. Professional audio Magazin klärt warum.
Der dänische Pro-Audio-Hersteller Tube-Tech, entwickelt und fertigt seit über 20 Jahren professionelles Outboard-Equipment in Röhrentechnik und vertreibt mittlerweile weltweit in mehr als 40 Ländern. Begonnen hat die Erfolgsgeschichte 1985 in der Garage des Firmeninhabers John G. Petersen mit der Produktion der ersten Einheiten des Tube-Tech PE 1A, einer Kopie des Pultec Programm-Equalizers EQP 1A. Damals wie heute legt der Entwickler nach eigenem Bekunden sein Hauptaugenmerk auf hervorragende klangliche Eigenschaften und eine hochwertige Fertigung. Dies will er durch besonders ausgetüftelte Schaltungen, grundsätzlich trafosymmetrierte Ein- und Ausgänge, penible Qualitätssicherung und last not least durch konsequente Handfertigung erreichen. Der zum Test anstehende einkanalige Channelstrip MEC 1A genießt in Profikreisen seit Jahren einen ausgezeichneten Ruf und darf in vielen Racks großer Studios nicht fehlen. Er kombiniert drei Tube-Tech-Geräte – Mikrofonvorverstärker (MP 1A), Equalizer (EQ 1A) und Opto-Kompressor (CK 1B) – in einem kompakten 19-Zoll-Gerät. Als Allrounder eignet er sich sowohl für Mikrofon- als auch Instrumentenaufnahmen und lässt sich bei Bedarf sogar als Line-Verstärker umfunktionieren. Der Recording-Spezialist kostet stolze 4.200 Euro, hat dafür aber auch einiges zu bieten. Er ist sehr sauber verarbeitet und die Drehregler und Kippschalter, sowie das etwas klein geratene, hinterleuchtet VU-Meter demonstrieren eindrucksvoll, dass es sich hier um ein analoges Gerät im Vintage-Stil handelt. Obwohl aufgrund der zahlreichen Bedienelemente die Frontplatte etwas beengt erscheint, bleibt doch ausreichend Platz für komfortables Handling. Sieben auf einen Streich Der Lichtstrahl der überdimensionierten, roten Power-Leuchte lässt auch bei Tageslicht keinen Zweifel aufkommen, ob das Gerät an- oder ausgeschaltet ist. Ein Blick ins Innere zeigt: die Konstrukteure haben ganze Arbeit geleistet. Kurze Kabelwege, sorgfältig bestückte Platinen, ein aufwändig abgeschirmter Ringkerntrafo, Luftspulen für den passiven Equalizer und mittendrin sieben Doppeltrioden – also 14 aktive Bauteile. Dabei handelt es sich um drei chinesische ECC81, weitere drei ECC83 der russischen Firma Sovtek, sowie eine ebenfalls aus russischer Auftragsfertigung stammende ECC82EH des amerikanischen Röhrenherstellers Electro Harmonix. Diese ist, laut Electro Harmonix, originalen GE 6189 nachempfunden. Der Channelstrip unterteilt sich klassisch in die drei Module Vorverstärker, Equalizer und Kompressor. Über die XLR-Buchse auf der Rückseite des Gerätes
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