Test TL Audio Ebony-Serie

Britische Einstellung

Mit dem Name TL Audio verbinden Kenner edles Röhren-Equipment britischer Machart zu stolzen Preisen. Mit der Ebony-Serie bringt der englische Hersteller nun neues Outboard im mittleren Preissegment auf den Markt, das den charakteristischen Röhrensound als reizvolle klangliche Option und nicht mehr als zwingende Notwendigkeit bietet. Was das -bedeutet, zeigt der Test.

Von Michael Nötges

Gitarristen wie Jimi Hendrix verwendeten die so genannte „britische Einstellung“,  um ihren Marshall-Sound perfekt in Szene zu setzen und drehten alle Regler auf Rechtsanschlag. TL Audio bedient sich zur Umsetzung ihrer Klangphilosophie seit jeher subtilerer Methoden. Dazu gehört das hybride Schaltungs-Design, dem Chefentwickler David Kempson – der übrigens über neun Jahre als leitender Entwickler bei Neve arbeitete – den Vorzug gibt, um zuverlässiges, rauscharmes Outboard auch in Serienproduktion und damit zu erschwinglichen Preisen anbieten zu können. Wie bereits die Tests der analogen Röhren-Pulte M1 (Test in Ausgabe 12/2006) und M4 (Test in Ausgabe 6/2006) oder des Fat Track (Test in Ausgabe 4/2008)  zeigten, hegt TL-Audio allerdings einen gehobenen Qualitätsanspruch, den das Unternehmen konsequent durch selektierte Bauelemente, Handfertigung sowie hochwertige Bedienelementen gewährleisten möchte. Das erklärt dann auch die mitunter hohen Anschaffungskosten beispielsweise eines achtkanaligen M1 Tubetrackers von über 4.000 Euro.

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