S3X heißt der Nachfolger des erfolgreichen Studiomonitors ADAM S3A, der mit seinem innovativen ART-Hochtöner vor zehn Jahren die Fachwelt begeisterte. Was der Neue besser kann, erfahren Sie hier.
Als vor zehn Jahren der Nahfeldmonitor S3A aus der jungen Berliner Lautsprecherschmiede ADAM Audio das Licht der Welt erblickte, wurde schnell klar, dass er das Zeug zum Referenzmonitor hat. Tatsächlich eroberte der innovative Monitor die Meterbridges der Studiowelt und avancierte auch im Professional audio-Studio zur Abhörreferenz, bis er vom KRK Exposé E8B abgelöst wurde. Nun haben die Berliner ihre S-Klasse umfassend überarbeitet und stellen mit dem S3X den Nachfolger vor, den es nunmehr in zwei verschiedenen Bauweisen gibt – als vertikale und als horizontale Box. Wichtigste Neuerung jedoch ist neben den neuen Tieftönern ein Mitteltöner, der zeigt, dass es sich bei der S3X um einen völlig neuen Lautsprecher handelt. Ebenfalls überarbeitet wurde der ART-Hochtöner mit dem beschleunigten Bändchen, der jetzt X-ART heißt. Wir wollten herausfinden, ob der Berliner unsere Referenz vom Thron stoßen kann und haben ein Pärchen S3X-H zum Test bestellt. Der S3X-H ist ein aktiver Dreiwege-Lautsprecher mit zwei Siebenzoll-Tieftönern, die horizontal angeordnet sind und gemeinsam mit einem Vierzoll-Mitteltöner und dem Bändchen-Hochtöner in einem Bassreflex-Gehäuse untergebracht sind. Das Gehäuse hat in etwa das Format eines liegenden Pilotenkoffers, das Gewicht entspricht mit etwa 20 Kilogramm allerdings eher dem eines prall gefüllten Urlaubskoffers. Im Vergleich zur S3A ist der Neue um drei Zentimeter in der Breite und vier Zentimeter in der Höhe gewachsen und damit nur unwesentlich größer. Typisches Merkmal der ADAM-Lautsprecher sind die abgeschrägten Ecken, die Abrissreflexionen an den Gehäusekanten minimieren sollen. Angetrieben werden die Lautsprecher-Chassis von drei 250-Watt-Verstärkern plus einem eigens entwickelten 50-Watt-Verstärker für den Hochtöner. Der Preis liegt mit 2.600 Euro nur knapp über dem des Vorgängers, die V-Version ist mit 2.100 deutlich günstiger und ist anstelle von zwei Siebenzöllern mit einem Neunzoll-Woofer ausgestattet. Klaus Heinz, Chefentwickler der Berliner Lautsprecherschmiede betont, dass bei der Entwicklung der neuen SX-Serie jeder klangliche Aspekt berücksichtigt wurde und alle Wandler sowie die gesamte Elektronik neu konzipiert wurden. So hat er erstmals seit zehn Jahren auch am Kernstück aller ADAM-Lautsprecher, den ART-Hochtönern, Änderungen vorgenommen, wodurch nach eigener Auskunft „einige Verbesserungen erzielt werden konnten“.
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