SSL X-Desk Mischpult

SSL X-Desk und X-Rack

Königliche Kommandobrücke  

Mit dem X-Desk erweitert die britische Edelschmiede SSL das X-Rack um einen prestigeträchtigen Kompaktmixer, der auch für kleinere Studios preislich interessant ist. Professional audio hat getestet, wie sich das X-Desk in die Rackumgebung einfügt.

Von Raphael Hornbruch

Modulare Racksysteme erfreuen sich seit einigen Jahren zunehmender Beliebtheit. Der amerikanische Mischpulthersteller API hat es mit seiner 500er-Serie vorgemacht. SPL ist nachgerückt und bietet mit dem RackPack (Test in 11/2007) ein eigenes System an, das sich mit verschiedenen Klangbearbeitungs-Modulen mit Schaltungen aus bekannten Prozessoren und speziellen Neuentwicklungen individuell bestücken lässt. Auch der britische Traditionshersteller SSL setzt mit dem innovativen Modulsystem X-Rack bereits seit einigen Jahren auf die Flexibilität und Kompaktheit des Baukastensystems. Mikrofonverstärker- sowie Equalizer- und Dynamik-Einschübe lassen sich nicht nur zu einem hochwertigen Frontend zusammenstellen, sondern mit einem Mastermodul sowie Mehrkanal-Einschüben zu einem individuell bestückten Rackmixer ausbauen. Besonderheit des X-Rack ist Total Recall, eine Snapshot-Automation als fester Bestandteil des Systemträgers.  

Brandneu hinzugekommen ist das im Frühjahr 2009 auf der Musikmesse in Frankfurt vorgestellte achtkanalige Mischpult X-Desk. Es erweitert die X-Logic Superanalogue-Reihe um einen Baustein, der das mitwachsende System zur Schaltzentrale im Studio machen soll. Für knapp 2.300 Euro ist das X-Desk auch für kostenbewusste kleinere Studios interessant. Wir haben X-Desk und X-Rack im Verbund getestet, um herauszufinden, wie sich beide Komponenten sinnvoll konfigurieren lassen und in der Praxis zusammenarbeiten. Keine einfache Aufgabe in Betracht der vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten.  

Das X-Desk ist in einem stabilen Gehäuse aus Stahlblech untergebracht. Dank mitgelieferter Rackschienen kann es in ein 19-Zoll-Rack geschraubt werden, wo es sieben Höheneinheiten benötigt. Die Anschlusssektion sitzt vertieft an der Rückseite, alle Verbindungen des Pults sind – mit Ausnahme von vier XLR-Buchsen zum Anschluss von zwei Monitorpärchen – als DB25-Buchsen ausgeführt. Das schafft Platz für eine Fülle von Anschlüssen, die bei dieser kompakten Baugröße mit XLR-Buchsen nicht machbar wäre. Die vertiefte Anordnung aller Anschlüsse sorgt nicht nur dafür, dass beim Rackeinbau keine zusätzliche Höhe für die Kabel benötigt wird, sondern auch für einen aufgeräumten Regietisch bei der Desktop-Aufstellung. Eine detaillierte Beschreibung der Bedienelemente haben wir zur besseren Übersicht in einem Spezialkasten zusammengefasst. 

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