Test: Vorverstärker PreSonus Digimax FS

Teamplayer gesucht

Als leistungsfähige und zukunftsorientierte DAW, suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen integren Teamplayer, der uns in den Bereichen Vorverstärkung und Digitalisierung tatkräftig zur Hand geht. Gute Kenntnisse in ADAT SMUX, D/A- und A/D- Wandlung, sowie routinierter Umgang mit verschiedenen Eingangssignalen setzen wir voraus. Wir bieten gute Synchronisation in einer ausbaufähigen und leistungsstarken Audio-Umgebung. Wer sich wohl auf diese Suchanzeige meldet?

Von Michael Nötges

Jim Odom ist nicht nur Gründer und Präsident der 1995 ins Leben gerufenen Firma PreSonus, sondern auch preisgekrönter Musiker, Produzent und Tontechniker. Mit der Band LeRoux erreichte er in Amerika seinen musikalische Zenith während den 1980er Jahre. Zu seinen musikalischen Auszeichnungen gehören zwei goldene Schallplatten und ein Platin prämierter Tonträger. Aber auch als Produzent ist er zwei Mal mit dem Golden Reel Award beehrt worden. Jim Odom ist kein unbeschriebenes Blatt im Musikgeschäft und mit seiner Firma PreSonus bringt er Produkte auf den Markt, die sich mit professioneller Qualität und Zuverläs-sigkeit durchsetzen sollen. Die Kosten werden gering gehalten, um sowohl Hobbymusikern als auch Profis, die kein Vermögen für ihr E-quipment ausgeben wollen, bestmögliche Voraussetzungen für die Musikproduktion zu bieten. Der Digimax FS ist ein achtkanaliger Vorverstärker, der auch für die Anbindung an digitale Recording-Systeme konzipiert ist. Das Besondere ist, dass dies mit einer Samplingfre-quenz bis zu 96 Kilohertz bei einer Wortbreite von 24 Bit über optische ADAT SMUX Schnittstellen erfolgt. Als Alternative zu Geräten mit FireWire-Schnittstelle liest sich sein Qualifikationsprofil erstmal recht gut und bezahlbar ist der Jobanwärter mit rund 830 Euro auch. Ob der Digimax FS im Assessment Center des Professional Audio Magazins bestehen kann, wird sich zeigen.

Seiner digitalen Natur entsprechend, zeigt sich der Digimax FS in kalten Blau- und Grautönen. Das 19 Zoll Gehäuse wirkt robust in pragmati-schem Silbergrau. Durch die mattierte Oberflä-che erweckt der Vorverstärker einen seriösen und zurückhaltenden Eindruck, der durch das Leuchten der stahlblauen Kontroll-LEDs an Spritzigkeit gewinnt. Die acht symmetrischen Neutrik-Kombi-Buchsen fungieren als analoge Eingänge und bilden das Zentrum der Frontplatte. Alle acht Kanäle können als Mikrofoneingänge genutzt werden, wenn die XLR-Verbindung der Kombibuchsen (1600 Ohm Eingangswiderstand) gewählt wird. Die integrierten 6,3-mm Klinkenbuchsen von Kanal drei bis acht, sind mit einer Impedanz von zehn Kiloohm auf Linepegel ausgerichtet. Kanal eins und zwei sind, mit einer erhöhten Impedanz von einem Megaohm zu Instrumenteneingänge umfunktioniert.

Damit ist das Einspielen von Gitarren oder Bässen ohne zusätzliche Vorverstärkung möglich. Zwei Taster in Form kleiner durchsichtiger Plexiglaszylinder befinden sich am linken Rand der Frontplatte. Der Obere der beiden aktiviert im leuchtenden Zustand die Phantomspeisung für die ersten vier Kanäle, der untere übernimmt dies für die restlichen Eingänge Eingänge. Sind Kondensatormikrofone in Verbindung mit dy-namischen Mikrofonen für eine Aufnahme vorgesehen, reduziert sich die Anschlussmöglichkeit der Kondensatormik-rofone auf vier Plätze, auch wenn nur zwei dynamische Mikrofone angeschlossen sind. Der Grund dafür ist, dass die Phantomspannung für dynamische Mikrofone abgeschaltet werden muss, um sie nicht zu beschädigen. Dies ist aber nicht für einzelne Kanäle, sondern immer nur für die zwei Vierergruppen möglich. Rechts neben den Eingangsbuchsen ragen acht blau eloxierte Metallknöpfe um 1,5 Zentimeter aus dem Gehäuse hervor. Ihre Oberfläche ist griffig und angenehm rau. In zwei auf Lücke stehenden Viererreihen sind sie Platz sparend und trotz ihrer Größe gut bedienbar angeordnet. Die Rasterung ist fein und der Widerstand beim Justieren der Regler angenehm hoch. Eine rote Übersteuerungsanzeige ist jedem Regler eindeutig zugeordnet. Zwei schwarze Kreise umranden die sichtbaren Bereiche der Potis und bilden die Skalierung der Eingangspegel. Der Innere ist mit unbeschrifteten Skalierungsstrichen versehen und bezieht sich auf die Mikrofoneingänge im XLR-Format. Le-diglich Anfang und Ende sind mit einer Null und einer Sechzig gekennzeichnet und suggerieren einen Regelbereich von 60 Dezibel. Die Eingangsempfindlichkeit der Mikrofoneingänge liegt bei gemessenen -52,2 dBu. Bezogen auf den internationalen Studio-Standardpegel von +4 dBu ergibt sich hier ein Regelbereich von 56,2 Dezibel. Bei Vollaussteuerung ist dies eine Differenz von 3,8 Dezibel. Also stimmt die Skalierung weitestgehend mit der tatsächlichen Verstärkung überein.

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