Vergleichstest analoge Summierer Teil 1

Mix total 

Für diesen Vergleichstest von sechs analogen Summierern wollen wie Sie, liebe Leser, zum Mit-Testen einladen und bitten Sie um Ihre Klangbeurteilung. Machen Sie mit, denn gewinnen können Sie in jedem Fall.

Von Friedemann Tischmeyer  

 

Wie vergleicht man eine Gerätespezies, die mit so unterschiedlichen Funktionalitäten und Ausstattungen daher kommt, wie analoge Summierer? Antwort: durch einen ausführlichen Hörtest. Regelmäßig flattern Fragen zu analogen Summierungseinheiten, deren Sinn oder Unsinn, sowie Fragen nach den Vorzügen und Nachteilen bestimmter Geräte in der Redaktion ein. Ein intensiver Vergleichstest mit einem, wie bei Professional audio Magazin üblich, aufwändigen Hörtest soll Licht in das Dunkel um die mystischen Alleskönner bringen. Hierzu haben wir dieses Mal ein besonderes Testverfahren ausgetüftelt. Zum Test treten sechs Summierer an, die alle einen gemeinsamen Nenner haben: „16 rein, 2 raus“.   Der besonders ausgeklügelteTestaufbau ermöglicht einen unverfälschten fairen Vergleich und bezieht erstmals Sie, liebe Leser, in die Beurteilung mit ein. Zu diesem Zweck haben wir eine Hörtestdatei im von allen Sequenzern verstandenen OMF-Format angefertigt, die Sie von unserer Website herunterladen und in Ihren Sequenzer importieren können. So verfügen Sie über das Arbeitsmaterial, um die teils subtilen Variationen im Klangbild mit den unterschiedlichsten Attributen bewerten zu können (siehe Bewertungsbogen Seite 76), Ihre Meinung und Ihr Ohr sind gefragt. Die Details erfahren weiter unten. Hier nun die Testkandiadaten im Detail: 

AMS Neve 8816
Die Summierungseinheit aus dem Hause Neve hat die komplexeste Struktur unter den getesteten Geräten und ist im eigentlichen Sinne eher ein eingedampfter Mischer mit Master-/Monitorsektion, der auch zu analogen Summierungszwecken herangezogen werden kann. Eine ausführliche Beschreibung aller Einsatzmöglichkeiten würde den Rahmen sprengen. Daher eine stichwortartige Aufzählung der Funktionen: 16 in 2 Mischer mit Panorama- und Levelpotis sowie Cue und Channel Cut/Solo-Schalter pro Kanal. Die Cue-Funktion dient der Erzeugung einer unabhängigen Kopfhörermischung für Overdub-Sessions. Mit „Cut“ schaltet man einzelne Spuren aus, in der Mastersektion wechselt man mit dem Master-Schalter „Cut/Solo“ in den Solo-Mode, so lässt  sich eine Sologruppe erstellen. Das Gerät merkt sich die Einstellungen der einzelnen Kanäle je nach gewählter Master-„Cut/Solo“-Schalter-Einstellung, so dass bequem komplexe A/B-Vergleiche zwischen völlig unterschiedlichen Kanalkombinationen abrufbar sind. Im reinen Summierungsbetrieb wird man die Potis in einer festen Position belassen. Bei korrekter Eingangspegelanpassung und Aussteuerung können die Kanalpegel ruhig auf Rechtsanschlag gestellt werden, ohne in der Summe zu clippen. Das ist sicherlich die schnellste Form des Total Recalls. Der Panorama-Regelung wurde sinnvollerweise eine 3-dB-Dämpfung für die Centerposition verpasst, damit

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