hat Motu dem schon etwas ergrauten Software-Sampler MachFive in der zweiten Version spendiert. Ob er jetzt die Platzhirsche das Fürchten lehren kann?
Major-Updates bei Software-Produkten sorgen immer für viel Aufsehen. Denn damit einher gehen zum Teil drastische Änderungen und Erweiterungen im Vergleich zur Vorversion. Der amerikanische Pro-Audio-Spezialist Mark of the Unicorn (Motu) macht da keine Ausnahme bei der zweiten Version ihres Software-Samplers MachFive. Die erste Version überzeugte schon bei ihrer Markteinführung 2004 mit einer breiten Palette an abspielbaren Sample-Formaten unterschiedlicher Herkunft, allem voran dem von Hardware-Samplern, wie etwa der S-Serie von Akai. Bequemes Drag-and-drop von Sample-Dateien, eine Audioqualität bis 24 Bit und 192 Kilohertz und sogar 5.1 Surroundsound machten aus dem virtuellen Instrument ein professionelles Werkzeug. Doch das ist jetzt schon fast drei Jahre her. Eine Zeit, in der sowohl die Computer-Technik als auch die Mitbewerber nicht geschlafen haben und in Sachen Ausstattung und technischer Möglichkeiten den alten MachFive ausstechen konnten. Die Zeit war also reif für eine gründliche Modernisierung des virtuellen Samplers. Dabei hat die aktuelle Version MachFive 2 eine solch umfassende Renovierung und Funktionserweiterung erfahren, Motu hätte die zweite Version ruhigen Gewissens in MachTen umtaufen können. Bei Neukauf des Instruments sind dafür knapp 500 Euro zu berappen. Besitzer der Vorversion können für umgerechnet 200 Euro upgraden. Wie auch schon bei der ersten Version haben sich die Motu-Entwickler beim MachFive 2 wiederum der UVI-Sample-Engine des französischen Software-Hauses Ultimate Soundbank bedient und um diesen Kern herum ein eigenes Instrument entwickelt. In der Tat erinnert sowohl einiges an der Bedienung als auch manche Funktionen und Einstell-Optionen an das Flaggschiff der Franzosen, den Plugsound Pro Sampler, den wir in Heft 1/2007 getestet haben...
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