Workshop Cubase Teil 2

Schlagzeugprogrammierung

Die Beatprogrammierung gehört zu den interessantesten Einsatzgebieten moderner Sequenzer. In dieser Folge unseres Workshops werden wir Cubase so einrichten, dass die Software als intuitiv zu bedienende Groovebox einsetzbar wird. 

Von Dr. Andreas Polk 

Die Beatprogrammierung lebt von der spontanen und intuitiven Umsetzung eigener Ideen. Nicht nur deshalb erfreuen sich spezialisierte Grooveboxen wie die Akai MPC großen Zuspruchs. Aber auch mit den Bordmitteln unseres Haussequenzers lassen sich Drumgrooves intuitiv einspielen und Ideen rasch umsetzen. Diese Workshopfolge zeigt, wie Sie dabei am besten vorgehen.  Wir werden im Folgenden eine auf die Schlagzeugprogrammierung spezialisierte Projektvorlage entwickeln, die es gestattet, Ideen rasch und ohne technischen Vorlauf einzuspielen. Cubase erhält damit die Funktionalität einer Groovebox, die wichtige Funktionen zur Drumprogrammierung unmittelbar zugänglich macht. Sie müssen die Projektvorlage nur einmal einrichten und können sich in Zukunft ganz auf die musikalische Seite Ihrer Arbeit konzentrieren.  Öffnen Sie zunächst ein leeres Projekt. Ich empfehle, die Aufnahmen im Cycle-Modus einzuspielen, damit Sie sich in Ruhe einarbeiten können. Dabei ist es sinnvoll, für jedes Schlagzeuginstrument eine eigene Spur zu verwenden. Erzeugen Sie also zunächst so viele Spuren, wie Sie in ihren Projekten benötigen. Natürlich können Sie während der Programmierung jederzeit weitere Spuren hinzufügen. Wenn wir aber von vorne herein eine ausreichende Spurenzahl vorkonfigurieren, fördert das den späteren Arbeitsfluss.  Zunächst müssen die Spuren konfiguriert werden. Bestimmen Sie für alle Spuren den MIDI-Ausgang im Inspektor. Sollen mehrere Spuren dasselbe Gerät ansprechen, können Sie dies in einem Rutsch erledigen: Selektieren Sie die Spuren, halten Sie die Strg-Taste gedrückt und aktivieren Sie den MIDI-Ausgang im Inspektor. Die Wahl gilt damit für alle selektierten Spuren. Natürlich können Sie auch ein virtuelles Instrument zur Klangerzeugung verwenden, beispielsweise den im Lieferumfang enthalten Halion One mit einem GM-Drumkit, den wir für die folgenden Beispiele bemühen wollen.  Als nächstes aktivieren wir für jede Spur eine Drummap. Spuren, denen eine Drummap zugeordnet wird, öffnen beim Doppelklick auf ein Event automatisch den Schlagzeugeditor anstelle des Key-Editors. Drummaps enthalten zudem die Namen der Schlagzeugklänge des jeweiligen Klangerzeugers, sie sind somit instrumentenspezifisch. Die Schlagzeugnamen werden im Drumeditor im Klartext angezeigt, was die Bearbeitung der eingespielten Rhythmen stark vereinfacht.  Per Standard installiert Cubase lediglich die Drummap für GM-kompatible Instrumente. Auf der Programm-DVD von Cubase finden Sie weitere Anpassungen für viele gängige Geräte. Sollte Ihr Klangerzeuger nicht dabei sein, lohnt sich eine Recherche im Internet. Nicht selten haben Anwender bereits ...

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