Test Thermionic Culture The Culture Vulture

Zurück in die  Zukunft

Es gibt sie auch heute noch, die kompromisslosen Veteranen des reinen Röhrensounds. Sie meiden Transistoren und Halbleiter wie der Teufel das Weihwasser und fertigen in Hand-arbeit das Outboard, welches vielen Futuristen den Klang vergangener Zeiten zurückbringt. Einer von ihnen ist der britische Hersteller Thermionic Culture, der unter anderem einen viel versprechenden Verzerrer im Programm hat.

Von Michael Nötges

Im Geschäft ist Vic Keary, Firmengründer der britischen Röhren-Schmiede Thermionic Culture, bereits seit den 1960er-Jahren. Damals begann er mit dem Bau von Studios sowie der Entwicklung von Röhren-Outboard und arbeitete außerdem als Mixing- und Mastering-Engineer. Unter der Prämisse, dass der Einzug der Transistortechnik Ende der 1960er-Jahre insgesamt einen Schritt zurück und nicht nach vorne bedeute, ist er bis heute den reinen Röhrenschaltungen treu geblieben und entwickelt zusammen mit seinem Geschäftspartner Jon Bailes vom einfachen Kompressor bis hin zum Mikrofon-Vorverstärker oder passivem Equalizer alles ohne Transistoren oder ICs. Diese kommen bei Thermionic Culture, wenn überhaupt, lediglich zum Bereitstellen der Stromversorgung in Frage.

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