Test Digital-Analog-Wandler Benchmark DAC1 HDR

Test Digital-Analog-Wandler Benchmark DAC1 HDR

Überzeugungstäter

Der DAC1 HDR ist Benchmarks neuester Digital-Analog-Wandler und beeindruckt als Überzeugungstäter in Sachen Wohlklang auch anspruchsvolle Klangfetischisten.

Von Harald Wittig

Vor über drei Jahren hat Professional audio erstmals  Wandler des amerikanischen Herstellers Benchmark Media Systems getestet. Neben dem Analog-Digital-Wandler ADC1 stellte sich auch der DAC1, ein zweikanaliger Digital-Analog-Wandler, dem ausführlichen Mess- und Hörtest – und bestand diesen mit Bravour. Der mehrfach überarbeitete DAC1 ist mit dem Namenszusatz „Classic“ nach wie vor im Benchmark-Programm. Auf Basis des DAC1 haben die Amerikaner in den letzten drei Jahren immer wieder interessante Neuentwicklungen vorgestellt: Beispielsweise den DAC1 USB, seines Zeichens der erste Benchmark-Wandler mit USB-Interface oder 2008 den DAC1 PRE, der, ebenfalls mit einem USB-Interface ausgestattet, zusätzlich über eine analoge Vorstufe zum Anschluss anderer Geräte wie Tapedecks, Bandmaschinen oder Tunern.

Mit dem DAC1 PRE spricht Benchmark sowohl Tonschaffende, auf der Suche nach einer exzellenten Abhöre für Mix- und Mastering, als auch HiFi-Enthusiasten an, die dem audiophilen Musikgenuss sogenannter HD-Files über den Rechner frönen. Der DAC1 PRE ist gewissermaßen der zweieiige Zwilling unseres Testkandidaten, den in diesem Jahr vorgestellten DAC1 HDR. Beide unterscheiden sich nur durch eine, für manche Anwender allerdings entscheidende Möglichkeit: Der DAC1 HDR ist fernbedienbar. Folgerichtig gilt dieser Test auch für den DAC1 PRE.  Die Fernbedienungsoption des DAC1 HDR macht sich preislich bemerkbar: Er kostet mit rund 2.000 Euro fast 300 Euro mehr als der  DAC1 PRE.

Zunächst ist der DAC1 HDR – wie der PRE – ein zweikanaliger Digital-Analog-Wandler auf Basis des bewährten DAC1. Folgerichtig ist auch er mit der innovativen UltraLock-Technik ausgestattet, die schon den DAC1 immun gegen Jitter machen (siehe den Test in Ausgabe 8/2006) und arbeitet mit einer Maximal-Auflösung von 24 Bit/192 kHz. Im Unterschied zum DAC 1 Classic, der für den professionellen Anwender gedacht ist, verzichten DAC1  PRE und HDR auf XLR-Eingänge für AES/EBU-Signale. Stattdessen gibt es nur  drei Cinch-/RCA-Buchsen, allerdings akzeptieren sie sowohl S/PDIF- als auch – via Adapter–  AES-Digitalsignale. Damit zeigt sich, dass DAC1 HDR  und PRE zumindest auch den HiFi-Enthusiasten und nicht ausschließlich den Tonschaffen für sich einnehmen wollen. Dazu passt auch die Ausstattung mit einem analogen Vorverstärker, der mit dem DAC1 PRE Premiere hatte. Dieser dient zum Anschluss typischer Consumer-Geräte wie analogen Tuner, Bandmaschinen oder Plattenspielern mit nachgeschaltetem Entzerrer-Vorverstärker.

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