Test Software-Sequenzer Magix Sequoia 11

Test Software-Sequenzer Magix Sequoia 11

Volles Programm

Die meisten Musikschaffenden bringen die Software Sequoia mit Klassikproduktionen und großen Sendeanstalten in Verbindung, wissen aber gar nicht so recht, was es mit dem DAW-Flaggschiff der Berliner Magix AG tatsächlich auf sich hat. Grund genug, die deutlich erweiterte und verbesserte Version 11 vorzustellen und ihren Spezialitäten wie dem neuen Multisynchron-Schnitt auf den Zahn zu fühlen.

Von Michael Nötges

Magix bietet eine ganze Menge interessanter Software für die Multimediaproduktion. Im Musikproduktions-Segment reicht die Software-Palette vom Einsteigerprodukt Music Maker 16, der bereits für knapp 60 Euro zu haben ist, über die nativen Software-Sequenzer Samplitude und Samplitude Pro bis hin zum umfassenden DAW-Flaggschiff Sequoia. Gerade sind die neuen Versionen der Pro-Produkte erschienen. Die neue Vollversion der Basis-Software Samplitude 11 kostet gut 500 Euro, das deutlich besser bestückte Samplitude Pro liegt preislich bei gut 1.000 Euro und Sequoia bietet für knapp 3.000 Euro das volle Programm der neuesten Magix-Innovationen und Zusatzfeatures.

Doch was hat Sequoia wesentliches zu bieten, was Samplitude Pro nicht hat? Sehr entscheidend ist wohl zunächst die Option auf eine proprietäre Schnittstelle für die Datenbanksysteme DAVID DigaSystem (ARD, NRK, RTR) oder VCS dira! Highlander (WDR, BBC, MDR, NDR). Zwar kostet das jeweilige Software-Interface extra (VCS: 892 Euro; DAVID: 1.071 Euro), die Vorteile, will heißen Zeitersparnis durch direkte Integration in Sequoia, zahlen sich aber laut Oliver Neumann, Produktspezialist bei Magix, im Alltag schnell aus. Damit qualifiziert sich Sequoia 11 als spezialisierte Broadcast-Lösung, während Samplitude (Pro) klar auf den Studio-Bereich abzielt. Dafür spricht auch, dass Sequoia im Gegensatz zu Samplitude netzwerkfähig ist und die Möglichkeit der Multi-Benutzer-Administration bietet. Außerdem ist Magix „Cleaning & Restauration Suite“ fester Bestandteil von Sequoia 11, was besonders Audio-Archive interessieren wird.

Bei Samplitude (Pro) muss das Plug-in-Bundle für rund 150 Euro zusätzlich erworben werden. Sequoia 11 ist außerdem 12-Kanal-Surround-fähig – Film- und Kino-Produktionen lassen grüßen – und zeichnet sich durch Editier-Features wie den Source-Destination- oder den brandneuen Multisynchron-Schnitt besonders für Klassik- und Jazz-Produktionen aus. Der erweiterte Crossfade-Editor, die DDP 2.0-Unterstützung beim Mastering, der praktische Clipstore zur übersichtlichen Verwaltung eines Projektes, erweiterte Funktionen wie das Video-Recording oder der Export von MPEG-2-, AVI-, Quicktime-, MXV-Files sowie die Kompatibilität mit dem Euphonics EuCon Protokoll sind die kleineren Zusatz-Schmankerl, die nur Sequoia 11 bietet.

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