Mit dem Main-Monitor-System O 500 C inklusive Subwoofer O 900 und den Powerendstufen Pro A 2000 der Firma Klein + Hummel, haben die Entwickler in Punkto perfekter Tonwiedergabe das Bestmögliche realisiert. Wir hatten den Technologieträger und den Chefentwickler bei uns zu Gast.
Seit nunmehr fast 20 Jahren hinterlässt Markus Wolff seine Spuren im professionellen Audio-Geschäft. Zunächst übernimmt er 1987 und 1988 Aufgaben als Entwickler bei HK-Audio und Hughes & Kettner. Dann heuert er Ende der 1990er mit abgeschlossenem Studium der Nachrichtentechnik bei der renommierten deutschen Firma Klein + Hummel an. Als Chefingenieur der Lautsprecherentwicklung bringt er neue Innovationen auf den Weg. 2001 ist es soweit: der O 500 C ist fertig gestellt. Wolff und sein Team haben über drei Jahre auf diesen Punkt hin gearbeitet und den ersten vollständig digitalen und FIR-kontrollierten Main-Monitor konzipiert.
Die Zielsetzung war so einfach wie kompromisslos. Wolff sollte einen Monitor entwickeln, und dabei einzig und allein auf die Qualität der unverfälschten Wiedergabe achten. Dabei dient das Projekt O 500 C als Referenz und Maßgabe dessen, was mit moderner Technik machbar ist. Es handelt sich um einen Technologieträger, der versucht das Ende der Fahnenstange zu markieren und dabei ökonomische Gesichtspunkte zunächst außen vor lässt. Allerdings fließen die gewonnenen Erkenntnisse in kleinere Modelle und in zukünftige Entwicklungen des Portfolio von Klein + Hummel ein. Entstanden ist ein aktiver, beeindruckend vulominös geratener 3-Wege-Monitor, der über einen Digital-Controller mit integrierten FIR-Filtern entzerrt und damit optimal auf den jeweiligen Raum angepasst werden kann. Die Neuentwicklung strotzt nur so von Besonderheiten: die Schallführung ist durch die Wave-Guides der einzelnen Chassis bis aufs Äußerste optimiert, ein aufwändiges digitales Signalmanagement und ein Werkstoff namens LRIM sollen unter anderem dafür sorgen, dass die O 500 C klanglich neue Maßstäbe unter den Studiomonitoren setzen. Doch der Reihe nach. Die Zielsetzung für die O 500 C war bestmögliche originalgetreue Wiedergabe und perfektes Zusammenspiel zwischen Monitor und Abhörraum. Aber in diesen muss man das rund 30.000 Euro kostende System (je zwei O 500 C, O 900 Subwoofer und PRO A 2000 Endstufen) erst einmal hinein bekommen.
Eigentlich hätte uns die Tatsache schon stutzig machen müssen, dass das angeforderte Monitor-System mit der Spedition geliefert werden sollte. Die Nachfrage, ob die Redaktion des Professional Audio Magazins über eine Laderampe verfüge, führte zwar zu kurzfristiger Irritierung, ließ uns dann aber, wie immer zuversichtlich in die Zukunft schauen. Wir waren bereit und vor allem Willens, die Anzeichen des nahenden Unheils zu ignorieren. Als der Fahrer des LKWs leicht verspätet, dafür aber heftig transpirierend die letzten Stufen zur Redaktion hinauf keuchte und nach Hilfe verlangte, war uns klar: das sind keine halben Sachen die uns aus der Wedemark bei Hannover geliefert werden. Einzig die Augen von Markus Wolff – der bereits eingetroffen und sich über das Ausmaß der Aktion völlig im Klaren war – traten nicht sichtbar hervor als die Palette mit 800 Kilogramm Equipment auf die Hebebühne manövriert wurde. Fünf Flight-Cases und ein Karton mit Zubehör türmten sich vor uns auf und galt es nun in den dritten Stock zu schaffen. Sichtlich erleichtert und deutlich weniger schwitzend, konnte wenigstens der Überbringer der schweren Nachrichten die Hauptstraße – zur Erleichterung aller Verkehrsteilnehmer –wieder frei geben.
Da wir zwar nicht über eine Laderampe, dafür aber über einen Aufzug verfügen und die Cases glücklicher Weise mit Rollen ausgestattet waren, entpuppte sich der restliche Weg in die Redaktion als ein Kinderspiel.