Auch den großen Stars in der Musikbranche immer auf Augenhöhe zu begegnen und mit ihnen die richtige Verbindung zu finden, ist das Geheimnis erfolgreicher Produzenten. Was sonst noch zählt, erklärt Commissioner Gordon im Exklusiv-Interview.
Anlässlich der ersten High-End Gear-Messe in Köln gesellte sich Gordon Williams, aka Commissioner Gordon, unter die Gäste der Messe. Vor allem ließ sich der erfolgreiche Produzent aus New Jersey aber wegen der Arbeit am neuen Album von Patrice im Rheinland blicken. Zusammen mit dem Songwriter und Sänger, der seine Musik irgendwo zwischen Roots-Reggae, Soul und Folk ansiedelt, schrauben die beiden
derzeit im Supow-Studio an neuen Tracks. Die vielen Credits des „Comissioners“, wie Mr. Williams in der Szene genannt wird, zeigen, dass er seit Jahren mit bedeutenden Musikern aus der US-Manege arbeitet. Namen wie Whitney Houston, Joss Stone, 50 Cent, Lauryn Hill, Damiane Marley, Leela James oder Jay-Z säumen seinen künstlerischen Weg. Kennen gelernt haben sich Commissioner Gordon und Patrice vor einiger Zeit im Studio des Commissioners bei einer ersten Writing-Session. Die lief anscheinend so gut, dass daraus eine längerfristig angelegte Zusammenarbeit entstand. Jetzt sitzt der sympathische Kosmopolit im Kölner Supow-Studio – der kreativen Zelle von Patrice. Während der laufenden Produktion für das kommende Album stand der Commissioner Professional audio Magazin für ein Interview zur Verfügung. Im Aufnahmeraum spielt sich bereits der Percussionist ein und die Techniker bereiten alles für die bevorstehende Session vor – bis zur Aufnahme bleibt also noch ein wenig Zeit für ein paar Fragen.
? Mr. Williams, auch auf die Gefahr hin, dass Sie die Frage schon 1000 Mal gehört haben. Wie kam es zu Ihrem Pseudonym Commissioner Gordon?
! Bei Musikern und unter den Rappern die mich von der Arbeit mit KRS-One und dessen Crew BDP – Boogie Down Productions – kennen, wurde ich immer der Commissioner genannt. Wahrscheinlich, weil ich wie ein Kommissar die Dinge zusammenbrachte. Meinen eigentlichen Vornamen konnte ich dann bald nicht mehr verwenden, da in diesen Kreisen niemand einen Gordon kannte. Also dachte ich eines Tages: ‚Gut, das ist jetzt wohl mein neuer Name.’
? In Ihrem Dunstkreis tauchen große Namen auf. Wie würden Sie persönlich ihre Karriere und Erfolge zusammenfassen?
! Ich bin jetzt seit zirka 25 Jahren im Musikbusiness. Als Mixer gewann ich zwei Grammys für Lauryn Hills Album Miseducation und einen für Santanas Supernatural. Ich war beteiligt am Erfolg der Fugees, KRS-One oder Wyclef Jean. Für den Film Men in Black mit Will Smith habe ich die Singleauskopplung gemixt, genauso wie die letzte Single der Marley-Söhne – Damien und Stephen – Welcome to Jamrock. Mit Stephen arbeite ich bereits seit fast zehn Jahren zusammen und wir haben viele Remixe seines Vaters auf dem Album Chant down Babylon zusammen gemacht, wo unter anderem auch Lauryn Hill mitgewirkt hat. Dafür gab es einen Grammy für das beste Reggae-Album. Kurze Zeit habe ich auch als CE-Director in der A&R Abteilung bei Columbia Records gearbeitet. Eines meiner Projekte zu dieser Zeit war Alicia Keys, die ich von Anbeginn betreut habe. Genauso war es mit ...
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