Test Sinn7 Zenit.8 & Nadir.10

Test Lautsprecher Sinn7

Das Auge hört mit

Das attraktive Hochglanz-Finish des Zenit.8 versprüht einen Hauch von Luxusklasse. Im Test muss der preisgünstige Studiomonitor allerdings unter Beweis stellen, dass er kein Blender ist.

Von Raphael Hornbruch

Die Marke Sinn7 ist in Studiokreisen bislang wenig verbreitet. Dabei bietet die Hausmarke des Vertriebs Global Distribution gerade für kostenbewusste Projektstudios und Produzenten vom Kondensator-Mikrofon bis hin zum Kompaktmixer Studioequipment zu Discount-Preisen. Dass auch das Preis/Leistungs-Verhältnis stimmt, hat der Hersteller mit dem Studiomonitor Die.Box5 bereits unter Beweis gestellt (Test in 12/2007). Inzwischen bietet der Hersteller mit den Lautsprechern Zenit.5 und Zenit.8 weitere Nahfeldmonitore an, die vom Subwoofer Nadir.10 ergänzt werden. Wir haben ein Pärchen der größeren Zenit.8 und den Subwoofer zu einem 2.1-System zusammengestellt und zum Test antreten lassen. Das Lautsprecherpärchen kostet gerade mal 400 Euro, der Subwoofer reißt mit 270 Euro auch kein allzu großes Loch in die Studiokasse. Summa summarum ergibt sich für dieses 2.1-System ein Einstandspreis von nur 670 Euro.

Die Zenit.8 ist ein aktiver Zwei-Wege-Bassreflex-Lautsprecher für den Einsatz im Nah- und Mittelfeld. Sie ist mit einem Tief-Mitteltöner mit acht Zoll Durchmesser und einem Ein-Zoll-Hochtöner ausgestattet und wird von zwei Endstufen mit einer Gesamtleistung von 60 Watt RMS angetrieben. Die Nadir.10 ist ein direktabstrahlender Subwoofer mit Bassreflex-Port, der, wie der Name bereits andeutet, mit einem Zehn-Zoll-Basslautsprecher versehen ist. Für die Verstärkung sorgt eine Endstufe mit 100 Watt Leistung (ebenfalls RMS). Eine integrierte, aktive Frequenzweiche besorgt die Aufteilung zwischen dem Subwoofer und dem Stereopärchen.

Sehen wir uns zunächst die Zenit.8 an: Mit einer Höhe von fast 40 Zentimetern ist die Zenit.8 eine stattliche Box, die ihr Gewicht von 13 Kilogramm unter anderem dem Gehäuse aus MDF zu verdanken hat. Genau wie die Studiomonitore der Die.Box-Serie ist das Gehäuse der neuen Lautsprecher mit schwarzem Klavierlack überzogen, den es alternativ auch in hochglanzpoliertem Weiß gibt. Das Gehäuse ist quaderförmig und weist keinerlei Asymmetrie auf – alle gegenüber liegenden Gehäuseseiten sind parallel zueinander angeordnet. Entgegen aller Trends hin zu immer bizarreren Formen mit schrägen Wänden und Kanten, ist die Form der Zenit.8 optisch eher klassisch geraten, was in erster Linie an der Holzkonstruktion liegt, die aufwändigere Gehäuseformen nur mit einem hohen Fertigungsaufwand und damit verbundenen Kosten zulässt.

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